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CDU: Projektentwickler soll Hafen-Pläne beschleunigen

Vorrang für Ausbau der Further Straße

06.11.2002 1 Minute Lesezeit

    Die finanzielle Verunsicherung sitzt tief, zukunftsweisende Projekte stehen unter Finanzierungsvorbehalt. Diese Haltung war auch das Gebot beim zweiten Teil der Haushaltsberatungen der CDU-Fraktion. Die drei großen Blöcke waren der Markt, die südliche Furth und der Hafen. Der Gesamtaufwand der beschlossenen Maßnahmen liegt unter einer Million Euro. Im Vorfeld der Hauptausschuss-Sitzung am Mittwoch berieten die CDU-Politiker das Angebot einer Schenkung der Stadtwerke an die Stadt. Die städtische Tochter will, wie berichtet, die Kosten für einen Teilausbau des Marktes übernehmen. Nach längerer, zum Teil strittiger Diskussion beschloss die Fraktion, diese Schenkung anzunehmen. Mit den 225.000 Euro sollen im kommenden Jahr die so genannten "Wasserspiele" mitsamt eines kleinen Platzes vor der breiten Treppenanlage finanziert werden. "Eine Neupflasterung mit der 'berühmten' Grauwacke kommt nicht", sagte Fraktionschef Dr. Bernd Koenemann und verwies auf den letztjährigen Beschluss, dieses Vorhaben erst einmal zurückzustellen. Gleichwohl soll die Markt-Umgestaltung (Gesamtbedarf 1,6 Millionen Euro) weiter Gestalt annehmen. Dafür sollen in den Jahren 2004 und 2005 1,1 Millionen Euro investiert werden. Weiter vorangetrieben werden soll die Entwicklung der südlichen Furth. Dabei geht es vor allem um den Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und Berliner Platz. Die CDU will in den Haushaltsberatungen des Finanzausschusses dafür zunächst 50.000 Euro sowie in 2004 150.000 Euro für Planungskosten einstellen, damit im darauf folgenden Jahr die Arbeiten auf der Further Straße beginnen können. Als "schwierig" nannte Koenemann die Planungssituation unmittelbar hinter dem Hauptbahnhof. Der Handlungsbedarf sei unbestritten. Breiten Raum nahm auch die weitere Entwicklung an der Hafenmole West ein. "Die Entwicklung kommt dort nicht so richtig voran", kritisierte der Mehrheitsführer im Rat. Die CDU will die Entwicklung hin zu einem Freizeit- und Büropark in diesem großflächigen Areal mit Hilfe eines externen Projektentwicklers beschleunigen. "Er soll eine tragfähige, vernünftige Konzeption erarbeiten", so Koenemann. Unter Berücksichtigung aller Ansprüche und Einwendungen sowie der vorliegenden Gutachten. "Es soll möglichst ein Konsens mit den Anrainern erreicht werden." Unstrittig sei bei der Aufgabenstellung der Erhalt der bestehenden Industrieanlagen. Bis zur Sommerpause 2003 soll eine solche Konzeption auf dem Tisch der Ratsmitglieder liegen. Dafür werden 100.000 Euro im Haushalt eingestellt.