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Gesprächsrunde am Abend

„Theater heute und morgen“

09.06.2003 1 Minute Lesezeit

„Theater heute und morgen“

Einen hochinteressanten Abend erlebte die FU am 5. Juni 2003 mit Frau Ulrike Schanko, der designierten Intendantin des Rheinischen Landestheaters. Die noch amtierende Chefdramaturgin schilderte lebhaft, spannend und ausführlich die Bandbreite ihres umfangreichen Arbeitsbereiches beim Rheinischen Landestheater, z.B.: Übersetzungen von Theaterstücken für deutsche Inszenierungen, Teamwork mit allen an einer Aufführung Beteiligten – vom Beleuchter bis zum/ zur Schauspieler/in, mit Regisseuren, Dramaturgen, dem Intendanten, Absprache mit anderen Bühnen, Darstellung der Spielpläne auf der Theaterbörse.

„ Menschen ins Theater zu holen“ ist für Frau Ulrike Schanko „Herzenssache“. Insbesondere bemüht sie sich um junge Theaterbesucher. Deshalb bringt und brachte sie zeitgemäße Stücke in der „spezifischen Jugendsprache“ mit Erfolg auf die Bühne. Einen hohen Stellenwert misst sie daneben auch den jährlichen „Schülertheaterwochen“ – in Zusammenarbeit mit Schulen – bei.

„Daneben darf selbstverständlich das klassische Repertoire nicht vernachlässigt werden“. So Frau Schanko.

Da das Rheinische Landestheater eine beachtliche Anzahl von Gastspielen an anderen Orten gibt, muss sich die Auswahl der Stücke und Inszenierungen (mit Bühnenbild) jeweils an den örtlichen Gegebenheiten orientieren, denn: „Die Gesamtinszenierungen gehen auf Reisen“, - auf kleine und kleinste Bühnen.

Frau Schanko schilderte humorvoll einige Situationen, die einer gewissen Komik nicht entbehrten und von allen Beteiligten ein gerüttelt Maß an Improvisationsvermögen und Nervenstärke forderten.
Da ein Verlauf für die Theatersaison zwei Jahre beträgt, so Frau Schanko, wurden von scheidenden Intendanten die Theaterstücke für die kommenden Jahre ausgesucht.

Fazit: Dank an Frau Schanko. Die lebhafte, überzeugende und anschauliche Schilderung ihres facettenreichen Berufes – „ihres Theaterberufes“ – verschaffte uns einen bis dahin unbekannten Einblick in die Theaterarbeit.

Alle waren sich einig: „Der nächste Theaterbesuch wird noch bewusster erlebt.“