#fürneuss

Startseite
Die SU lehnt die Vorschläge des Regierungsberaters Lauterbach in Sachen Ganztags-Vorschule ab

SU: Mit Lauterbach ist die Regierung schlecht beraten

20.05.2005 1 Minute Lesezeit

    Die Schüler Union Deutschlands (SU) lehnt die von Regierungsberater Karl Lauterbach vorgeschlagene Ganztags-Vorschule vom 3. bis zum 6. Lebensjahr entschieden ab. Die Bundesvorsitzende der CDU-nahen Schülerorganisation Karolina Swiderski aus Neuss (19) erklärte hierzu:

    „Zwangstagsschule für Kleinkinder und die vollständige Ökonomisierung des Lebens lehnen wir entschieden ab. Der Sozialökonom Lauterbach sollte sich aus Feldern wie der Bildungspolitik von denen er offensichtlich wenig Ahnung hat besser raushalten.

    Das von ihm vorgeschlagene Modell der „Bürgerschule“ erinnert an stark an bereits verfehlte Konzepte der Bildungspolitik in den 70er Jahren. Die Auflösung des dreigegliederten Schulsystems lehnen wir ab. Die individuelle Förderung ist nur in Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien möglich. Menschen sind individuelle Wesen mit unterschiedlichen Begabungen, Karl Lauterbach und die SPD werden dieser Tatsache erneut nicht gerecht.

    Die Intensivierung der Ganztagsangebote bleibt eine wichtige politische Aufgabe, darf aber nicht zur Pflicht werden. Die Erziehung ist und bleibt Sache der Eltern, dies scheint bei einem Zwang zur Ganztagsschule kaum möglich. Ohne Sinn und Verstand Geld in Ganztagsangebote zu stecken und dabei die notwendige Sicherstellung einer Grundversorgung der aktuellen Schulen außer acht zu lassen kann nicht Zweck einer zielgerichteten Bildungsfinanzierung sein.

    Die Beschulung der 3-6 jährigen scheint in der Summe weder finanzierbar noch sehr sinnvoll. Die 20 Milliarden Euro Kosten für dieses Experiment sind bei der aktuellen Haushaltslage kaum refinanzierbar, außerdem fehlt zur Zeit das notwendige gut ausgebildete Personal für diese Aufgabe. Im Übrigen sind wir davon überzeugt, dass Eltern ihre Lebensentwürfe selbst gestalten dürfen und ein Anrecht auf die Teilhabe beim Aufwachsen der Kinder haben. Am Ende drängt sich für die SU der Vergleich mit dem kommunistischen Familienbild auf, daß die Auflösung jeglicher Familie vorsieht. In einem freiheitlichen Staat wie der Bundesrepublik sollte dies der Vergangenheit angehören. Wir brauchen keine Ideen von Gestern, sondern Konzepte für Morgen.“