Selbstbestimmt leben – selbstbestimmt bleiben“ mit einem Blick hinter die Klostermauern des Immaculata

Über 50 Gäste waren der Einladung zur Kooperationsveranstaltung „Selbstbestimmt leben – selbstbestimmt bleiben“ von Frauen Union und Senioren Union ins Kloster Immaculata gefolgt und haben bei einer exklusiven Führung mit Schwester Praxedis, Generaloberin der Neusser Augustinerinnen und Edeltraud Lösch, Geschäftsführerin des „Immaculata“ und der Stiftung Cor unum einen Blick hinter die Klostermauern werden können.

Aktuelle Informationen und praktische Tipps für einen „Rundum-sorglos-Aktionsplan“ im Bereich der eigenen Daseinsfürsorge vermittelte Pia Konrad, Dip.-Wirtschaftsjuristin mit ca. zehnjähriger Erfahrung als gesetzliche Betreuerin.

„Da im Alltag meist Frauen dafür Sorge tragen, das auch unbequeme Angelegenheiten von Bedeutung geregelt werden, war es der Frauen Union wichtig, eine passende Veranstaltung durchzuführen. Denn das Schicksal kennt kein Alter und die Lebensumstände können sich ganz plötzlich ändern“, erklärt Martina Meeuvissen, Vorsitzende der Neusser FU.

Regelmäßig erlebt Referentin Konrad bei ihrer Arbeit das finanzielle und seelische Leid vieler Betroffener und Angehörige durch fehlende Regelungen und appelliert: „Man kann nicht früh genug tätig werden, damit auch im Falle eines Falles ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben möglich sein kann. Über viele Dinge macht man sich zu spät Gedanken.“

Die Ausdauer mit der die Expertin auf zahlreiche individuelle und allgemeine Fragen zu Generalvollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung Antworten geben musste, zeigt wie wichtig es den Menschen ist, die „richtigen Regelungen“ zu treffen, damit die eigenen Wünsche berücksichtigt werden.

„Der Informationsabend hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig das Thema 'Persönliche Daseinsfürsorge' ist“, bemerkt Meeuvissen. Sie und ihre Mitorganisatorin, die Vorsitzende der Senioren Union, Ursel Meis wünschen sich, dass noch mehr Menschen ihre Regelungen für eine unbestimmte Zukunft treffen -für alle Fälle. Die Relevanz des Themas nimmt weiter zu, denn es gibt in allen Altersklassen immer mehr Alleinstehende oder Menschen, deren Verwandte wo anders wohnen.

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle einig, ob beim Notar oder zu Hause hinterlegt, Hauptsache die eigenen Wünsche werden in geeigneter Form frühzeitig verfasst.

„Wir wollten mit unserer Veranstaltung die Schwierigkeiten bei fehlender Verfügung z.B. nach einem Unfall oder bei beginnender Demenz ein wenig bewusster machen“, resümiert Meeuvissen. „Das ist uns gelungen.“