Schulkonsens gibt es nur dort, wo die Existenz der Schulvielfalt gesichert ist

Dr. Jörg Geerlings MdL
Dr. Jörg Geerlings MdL

"Schulkonsens kann es nur dort geben, wo die Existenz des Gymnasiums und einer Schulvielfalt gesichert sind. Das ist die Lehre, die Nordrhein-Westfalen und damit Neuss aus dem Hamburger Volksentscheid gegen das gemeinsame Lernen bis zur sechsten Klasse ziehen muss." Das erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Jörg Geerlings. Die Hamburger Mahnung komme da gerade zur rechten Zeit, meint der Christdemokrat mit Blick auf den vor zwei Wochen unterzeichneten Koalitionsvertrag von SPD und Grünen in der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf.

Denn auch SPD und Grüne "schwärmen" von einem gemeinsamen Lernen in der fünften und sechsten Klasse. Aber die "eine Schule für alle" gefährde das Gymnasium und die anderen weiterführenden Schulen. Sogar die bestehenden Gesamtschulen würden gefährdet. "Deshalb ist das mit uns nicht zu machen." Daran ändere auch nichts das Beteuern von SPD und Grünen, man wolle diese Schule nicht "von oben herab" befehlen, sondern im gemeinsamen Diskurs mit den Betroffenen einrichten. Geerlings: "Denn SPD und Grüne haben auch erklärt, dass nach ihrem Willen 30 Prozent der Schulen das gemeinsame Lernen in der fünften und sechsten Klasse einführen sollen. Diese Marke ist gesetzt." Die CDU stehe dagegen zu der Schulvielfalt, "wie wir sie hier in unserer Stadt vorfinden. Das müssen wir weiter entwickeln."