Schluss mit der Flächenverschwendung

Die Junge Union Neuss (JU) spricht sich gegen die Umsetzung der in den vergangenen Wochen veröffentlichen Pläne zu riesigen Neuausweisungen von Wohn- und Gewerbegebieten aus. „Neuss muss sich der Diskussion stellen: Wollen wir unsere gesamten Freiflächen überbauen, oder ist es nicht vielmehr im Interesse der Bürger, eine Grenze der Bebauung festzulegen?

Wir haben uns schon in unserem Kommunalwahlprogramm für eine Planungspolitik ausgesprochen, die sich an Qualität und nicht an Quantität orientiert. Bei einem so großen Druck auf die noch freien Flächen muss sich die Politik intelligentere Lösungen zur Wirtschaftsförderung und zur Wohnungsbaupolitik ausdenken als bisher. Sonst ist der gesamte Niederrhein bald ein großes Wohn- und Gewerbegebiet“, so der planungspolitische Sprecher der JU, Johannes Marl.

Mit Sorge sieht die JU, dass bei einem „Weiter so“ in der Planungspolitik bereits in einigen Jahrzehnten fast sämtliche Freiflächen in Neuss versiegelt sind. „Das ist nicht im Interesse der Bürger, insbesondere der jungen Genration, die sich auch noch entfalten können muss“, stimmt auch der JU-Vorsitzende Thomas Kaumanns zu. Weil auch die JU die Notwendigkeit sieht, sich im Wettbewerb mit Nachbarkommunen und -regionen um Einwohner und Arbeitsplätze zu behaupten, will sie in Zukunft mit eigenen Vorschlägen die Neusser Planungspolitik innovativer und kreativer machen. „Die Politik muss sich Gedanken machen: Wollen wir unsere Stärke, die Verbindung von ländlichen und städtischen Vorteilen, die Neuss als Wohnort so attraktiv macht, erhalten? Dann müssen wir jetzt Konzepte dazu entwickeln und die Ausweisung neuer Baugebiete in großem Stil verhindern. Wir wollen uns mit innovativen Ideen einbringen“, so Marl und Kaumanns weiter. Ein erster Themenschwerpunkt soll die innerstädtische Entwicklung sein, mit der sich die JU bereits im Frühjahr intensiv befassen wird.