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Mittelstandsvereinigung zur PISA-Studie

„Mittelständische Unternehmen sind auf qualifizierte Schulabgänger angewiesen“

27.06.2002 1 Minute Lesezeit

„Mittelständische Unternehmen sind auf qualifizierte Schulabgänger angewiesen“

Die Neusser Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) fordert alle Verantwortlichen im Schulsystem auf, die notwendigen Konsequenzen aus dem weit unterdurchschnittlichen Abschneiden der NRW-Schüler bei der PISA-Studie zu ziehen. „Die mittelständischen Unternehmen sind auf qualifizierte Schulabgänger angewiesen, um die hohe Qualität ihrer Leistungen halten zu können,“ meint der MIT-Vorsitzende Sebastian Rosen. „Wichtig ist jetzt, dass wir nicht an Symptomen kurieren, sondern das Übel an der Wurzel packen.“ Rosen zeigte kein Verständnis für die „Diskussionen von gestern“. „Das wichtigste ist die Qualität von Bildung und Erziehung. Unsere Schüler müssen ebenso leistungsfähig wie sozial kompetent sein,“ fordert der CDU-Ratsherr.

Fördern und Fordern seien zwei Seiten derselben Medaille. Daher müßten allgemeine Leistungsstandards entwickelt werden. „Die Schule muss Schlüsselkompetenzen vermitteln und nicht jede Mode mitmachen.“ Leider habe die Stadt Neuss nur wenig Einfluss auf die Entwicklung der Schulpolitik. „Auch die Neusser büßen jetzt für ein über dreißigähriges Versagen in der NRW-Bildungspolitik.“ Die Stadt stelle als Schulträger schließlich nur den äußeren Rahmen zur Verfügung. Während das Land die Richtlinien vorgebe. „Die Landesregierung läßt die Kommunen im Regen stehen, wenn es um die Finanzierung der Schulen geht und tobt sich auf der Spielwiese der Ideologie in der Schulpolitik aus. Alles zu Lasten der Kinder.“

Die Neusser MIT fordert die Landtagsabgeordneten aus der Quirinusstadt auf, sich für eine Niveauhebung an den Schulen im Land einzusetzen. „Die Schüler müssen im Mittelpunkt stehen, nicht das Schulsystem.“ Das bedeute auch, dass das Land mehr Geld zur Verfügung stellen müsse. Das gelte insbesondere für die Grundschulen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Schullaufbahn sei aber in erster Linie die Familie. „Wenn die Familien ihre Aufgabe nicht richtig wahrnehmen, kommen die Schulen mit ihren Bemühungen häufig schon zu spät,“ ist sich Sebastian Rosen sicher.