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Junge Union: „Mehr Durchschlagskraft muss in die CDU-Fraktion!“

26.11.2000 2 Minuten Lesezeit

In einer Veranstaltung der Jungen Union Neuss (JU), die unter dem Motto „Jung sein in Neuss – ein Jahr nach der Kommunalwahl“ stand, stellten sich die mit JU-Votum für die Kommunalwahlen aufgestellten Stadtverordneten Carsten Greiwe, Jens Hartmann und Sebastian Rosen den Fragen der Nachwuchsorganisation, aus deren Mitte sie stammen.

Sebastian Rosen begann zunächst mit einem Überblick über die Funktionsweise von Rat und Ausschüssen. Carsten Greiwe, der hauptsächlich die Themen Schule und Kultur als seine Schwerpunkte ansieht, folgte. Um den Kulturbereich entbrannte eine spannende Diskussion in den verschiedensten Themenbereichen. Einhellige Meinung bestand darin, dass der Museumsbereich ausgebaut werden muss. So sollten die Bereiche Stadtgeschichte und Kunst unbedingt getrennt ausgestellt werden. Greiwe gab allerdings zu bedenken, dass dieser Tage alles unter dem finanziellen Vorbehalt stünde.

Das Thema Schule richtete sich auf ein aktuelles Thema, nämlich die am Quirinus-Gymnasium vorgenommene Zensur der Schülerzeitung „Globe“, worüber die Presse kürzlich berichtete. Betroffene Schüler dieser Schule berichteten von diesen unhaltbaren Zuständen und forderten und in der Gesprächsrunde war man sich einig, das müsse auch Konsequenzen für die Schulleitung nach sich ziehen, wenn Schülern das Recht auf freie Meinungsäußerung genommen werde, nur weil man den Lesern der betroffenen Schülerzeitung nicht zutraue, Ironie und Satire zu erkennen und selbständig den Inhalt zu bewerten.

Zum Schluss referierte Jens Hartmann und stellte mit Nachdruck fest, dass immer noch viel für die Attraktivierung der Innenstadt getan werden müsse. Als Planungs- und Bauexperte nannte er die drängenden Probleme des innerstädtischen Verkehr, sowohl im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs als auch im Bereich des Individualverkehrs. Dort müsste der Verkehrsfluss erhöht und die Sicherheit bedacht werden. Nach wie vor gehöre dazu auch ein vernünftiges Parkkonzept, das zuletzt kontrovers diskutiert wurde. Hartmann: „Im Bereich der Planung kann man inzwischen jedoch vieles erkennen, was die JU in den vergangenen Jahren gefordert habe.“

Die Referenten, die sich inzwischen gut in die Ratsarbeit eingelebt haben, zeigten jedoch auch die Probleme auf, die sich daraus ergäben, dass die Fraktionsspitze nicht immer erkennen ließe, „wohin die Reise gehe“. Das Beispiel des diskutierten Parkkonzepts zeige dies allzu deutlich. Erfolge, die die CDU-Ratsfraktion unstreitig zu verzeichnen habe, würden dagegen nicht entsprechend präsentiert, so dass sich nach außen kein geschlossenes Bild zeige. JU-Vorsitzender Jörg Geerlings abschließend: „Wenn wir weiterhin am Ball bleiben, haben wir gute Chancen mit unseren Forderungen gehört zu werden, wie sich dies bereits im Bereich der Neuen Medien oder dem mobilen ‚Haus on Tour‘ zeigt.“