Junge Union grüßt die Neusser Muslime zur Adventszeit!

Religion spielt eine wichtige Rolle in Neuss. Wir haben mit St. Quirinus einen Lokalheiligen, ein schönes Münster mitten in der Stadt und pflegen christliche Traditionen in verschiedensten Formen. Dazu gehören neben den großen Festen wie Ostern und Weihnachten auch weitere jährlich wiederkehrende Gedenktage, wie etwa das St. Martins-Fest, das auch in Neuss mit Martinsumzügen gefeiert wird.

In diesem Jahr wurde in der Martinszeit die Forderung eines nordrhein-westfälischen Politikers der SED-Nachfolgepartei Die Linke bekannt, das Martinsfest umzubenennen. Vorgeschobene Begründung war die Behauptung, muslimische Kinder könnten sich durch den Namen diskriminiert fühlen. Da in der Diskussion um diese Forderung teilweise nicht immer deutlich wurde, dass diese Forderung überhaupt nicht von muslimischen Gemeinden in Deutschland geäußert wurde, sondern ausschließlich von einem Vertreter der religionsfeindlichen Partei Die Linke, möchten wir nun den Beginn der Adventszeit als Gelegenheit nutzen, ein ganz klares und deutliches Signal an die Neusser Muslime senden:

Wir freuen uns, dass es in Neuss muslimische Gemeinden gibt. Wir freuen uns auch, dass damit eine Bereicherung für unsere Heimatstadt hier an den Rhein gekommen ist. Religiöse Feste und Traditionen sind wichtig für die Identität der Menschen und für ihren persönlichen Glauben – und das unabhängig davon, ob sie christlich, muslimisch oder jüdisch sind. Und das bedeutet natürlich, dass solche Feste auch ihren ursprünglichen Sinn behalten. Wir haben deutlich wahrgenommen, dass sich viele Muslime sehr positiv zu St. Martin geäußert haben, und glauben, dass es viele Werte gibt, die religiöse Christen und Muslime teilen.

Gleichzeitig ist uns während der Auseinandersetzung mit dem Thema klar geworden, dass wir noch viel zu wenig über unsere muslimischen Mitbürger und ihre religiösen Bräuche wissen. Sehr gerne würde die Jungen Union mehr darüber erfahren, und würden uns über entsprechende Möglichkeiten, wie etwa den Besuch einer Moschee, sehr freuen. Gemeinsam mit der Vorsitzenden der CDU-Plattform Deutsch-Türkisches Forum Waltraud Beyen streben wir an, am Anfang des neuen Jahres diesen Dialog zu suchen.

In diesem Sinne grüßen wir alle Neusser Bürger – ob muslimisch, christlich oder einer anderen Religion zugehörig – und wünschen eine besinnliche Adventszeit!