#fürneuss

Startseite

Junge Union für jugendfreundliche Bäderlösung

25.01.2001 1 Minute Lesezeit

In ihrer gestrigen Sitzung der JU-Fraktion beschloss die JU die von der CDU-Sportsfraktion vorgeschlagene "Bäder-Variante III" zu unterstützen. Dabei sollen alle Bäder erhalten bleiben und Nord- und Südbad attraktiviert werden. Dr. Hermann-Josef Baaken (CDU) und der Beigeordnete Dr. Horst Ferfers erläuterten den Nachwuchspolitikern die im Bädergutachten vorgeschlagenen Lösungen, wovon einstimmig die dritte Variante favorisiert wurde. Die Interessen junger Menschen müssten dabei jedoch auch ausreichend berücksichtigt werden. So müsse man unbedingt über flexiblere Öffnungszeiten nachdenken, beispielsweise sei an eine Nachtöffnung zu denken, eventuell mit Disko. Zudem müssten die Vorgaben des Gutachtens schnellstmöglich umgesetzt werden und es dürften keine längeren Beratungen mehr stattfinden.

Zustimmung erhielten die Referenten für ihren vorbehaltlosen Einsatz für Vereins- und Schulsport. "Hier kann man keine Einschränkungen vornehmen, wenn man der Bedeutung des Sports gerecht werden will, die über die rein körperliche Betätigung hinausgeht", so JU-Fraktionssprecherin Christiane Eberhardt. Dass der Bäderbetrieb dabei ein Zuschussbetrieb sei, müsse wegen dessen Bedeutung für die Allgemeinheit hingenommen werden.

Die Diskussion ging jedoch weit über die aktuelle Bäderdiskussion hinaus. So konnte Dr. Ferfers über die außergewöhnlich gute Sportinfrastruktur in der Stadt Neuss berichten. Gerade mit der Skihalle habe Neuss seine Innovationsfähigkeit bewiesen, die Neuss überregional positiv bekannt gemacht habe. Der Breitensport komme einer breiten Öffentlichkeit zugute und ermögliche darüber hinaus auch Spitzensport.

Dr. Baaken zeigte die CDU-Handschrift in der Neusser Sportpolitik auf, die insbesondere den Vereinen zugute komme. Leitgedanke sei für die CDU das Subsidiaritätsprinzip, nach dem der Sport bei den Vereinen am besten aufgehoben sei. Eine bessere Jugend- und Sozialpolitik sei für Neuss kaum denkbar.

Für die JU war klar, dass diese Politik weiter vorangetrieben werden müsse, auch wenn das Geld koste. Neuss müsse unbedingt seine gute Infrastruktur erhalten und das Potenzial weiter nutzen. Sorge bereite vor allem, dass sich immer weniger Menschen in Vereinen engagieren. Hier müssten Antworten im Dialog mit den Vereinen gefunden, die beispielsweise eine bessere Zusammenarbeit unter diesen ermöglichten.