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JU: Verbesserung der Innenstadt durch Citymarketing

27.06.2000 1 Minute Lesezeit

Am Samstag, dem 24.06.2000, führte der Stadtverband Neuss der Jungen Union (JU) für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein „Politisches Frühstück“ zum Thema Citymarketing durch.
Als Referenten konnten die Veranstalter Vertreter der Werbeagentur HSR&S-Conquest, Herrn Mietzen von der Stadtverwaltung der Stadt Neuss, Herrn Schiffers vom Neusser Einzelhandelsverband sowie Herrn Ritters vom Citytreff gewinnen. Geleitet wurde die Veranstaltung von Alexander Stuve und dem JU-Vorsitzenden Jörg Geerlings.

Die Vertreter der Werbeagentur HSR-Conquest stellten ihr jüngstes Konzept zum Citymarketing für Neuss vor. Hierbei wurden die aus Sicht der Agentur bestehenden Defizite deutlich gemacht und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation aufgezeigt. Herr Mietzen von der Stadtverwaltung verwies auf die hohen Kosten solcher Maßnahmen und stellte die schon jetzt laufenden Verbesserungen dar. Dabei betonte er die mit diesen Maßnahmen erreichte Unverwechselbarkeit des Auftritts der Stadt Neuss. Betont wurde, dass zu einem Citymarketing nicht lediglich der Einzelhandel gehöre, sondern vielmehr ein Ergänzung zur gesamten Attraktivierung der Innenstadt gehöre, wie beispielsweise das Konzert im Rosengarten gezeigt habe. Mietzen zeigte sich als ein energischer Verfechter dieser Aufgaben. Die Kosten sollten in einem Mix, je zur Hälfte von Stadt und den Einzelhändlern bzw. den Gastronomen getragen werden, wie dies bereits praktiziert werde.

Herr Schiffers vom Einzelhandelsverband berichtete über die ganz konkreten Probleme des Handels in der Neusser Innenstadt und kritisierte die einseitige finanzielle Belastung des Handels im Rahmen von Marketing-Maßnahmen für die Innenstadt. Herr Ritters vom Citytreff lobte jedoch, dass bereits eine Aufbruchstimmung zu erkennen sei, die er anhand einiger praktischer Verbesserungen belegte (Hansefest, Weihnachtsbeleuchtung, Beach-Party).

In der kontrovers geführten Diskussion, der auch die Stadtverordnete Waltraud Beyen und Landtagsabgeordneter Heinz Sahnen beiwohnten, wurde den Teilnehmern deutlich vor Augen geführt, dass es im Rahmen der Organisation eines Citymarketings sehr unterschiedliche Auffassungen gibt. Gerade deshalb aber war es wichtig, die verschieden Meinungen aufeinander treffen zu lassen und so mehr Verständnis für laufende und geplante Projekte zu schaffen. Stückwerk, wie in der Vergangenheit, bringe dabei die Stadt nicht voran. Alle müssten an einem Strang ziehen, sonst werde das Konzept in der Schublade verstauben.

Geerlings betonte noch einmal, wie wichtig ein ausreichendes Angebot der Stadtwerke Neuss sei. „Zieht der öffentliche Nahverkehr in dem Konzept nicht mit, dann nützen die besten Angebote in der Stadt nichts“.