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JU: Stadtverwaltung muss im Bereich der Neuen Medien endlich handeln

28.06.2000 1 Minute Lesezeit

Bereits zu Beginn dieses Jahres hatte die Junge Union einen konsequenteren Einsatz der Neuen Medien und des Internets in der Neusser Stadtverwaltung gefordert. Die JU stellte fest, dass die Stadt Neuss zwar über eine sehr informative Homepage verfüge, funktionale Elemente, wie kleinere Botengänge über das Internet, seien aber nicht möglich. Die Mitarbeiter im Rathaus sollten außerdem per eMail erreichbar sein, die Vernetzung innerhalb der Verwaltung müsse weiter vorangetrieben werden.

Einige Monate später hat sich nun leider wenig getan:
„Wenn alle größeren Unternehmen in Deutschland ihre Mitarbeiter mit einer eMail-Adresse ausstatten können, sollte das auch für eine moderne Stadtverwaltung kein Problem darstellen“, sagt Jens Küsters, Internetbeauftragter der Jungen Union. „Hier ließe sich schließlich auch der Zeit- und Kostenaufwand mit relativ geringem Aufwand verringern und gleichzeitig könnte man mehr Bürgerfreundlichkeit gewährleisten“, so Küsters weiter.

Vor kurzem wurde das Internetangebot der Stadt zwar überarbeitet, doch die Neuerungen bleiben lediglich an der Oberfläche. Nur durch ein neues Design kann man aber nicht die Funktionalität anderer städtischer Internetpräsenzen erreichen. So findet man bei der Stadt Köln (www.stadt-koeln.de) Fotos und Kurzinformationen zu sämtlichen Stadtverordneten, die Bürgerberatung ist nicht nur telefonisch sondern auch per eMail zu erreichen, mehrere Ämter der Domstadt verfügen sogar über eigene Homepages.

„Dies sollte auch für Neuss machbar sein“, meint JU-Vorsitzender Jörg Geerlings. Man dürfe gerade in der Entwicklung des Internets den Anschluss nicht verpassen und mittelfristig versuchen, eine Vorreiterrolle zu übernehmen.

Es wäre weiterhin wünschenswert, auch Tagesordnungen und Protokolle der Rats- und Ausschusssitzungen im Internet zu veröffentlichen. Ebenso wäre hier die Möglichkeit gewesen, über die Arbeit und die Ergebnisse der Planungszellen zu berichten und gleichzeitig in einem Online-Forum zur weiteren Diskussion anzuregen.
„Die Stadtverwaltung muss endlich erkennen, dass sich über das Internet mit relativ geringem Aufwand eine wesentlich höhere Transparenz und eine Erleichterung für den Bürger erreichen ließe“, so Geerlings.