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Erinnerung an den Arbeiteraufstand vor 50 Jahren

JU: Die Opfer des 17. Juni dürfen niemals vergessen werden

15.06.2003 1 Minute Lesezeit

JU: Die Opfer des 17. Juni dürfen niemals vergessen werden

Die Junge Union Neuss (JU) erinnert an den Aufstand der Arbeiter in der ehemaligen DDR am 17. Juni 1953, ein Ereignis, das sich nunmehr zum fünfzigsten Male jährt. „Diese Ereignisse hätten sich zu einer Rebellion gegen das DDR-Regime entwickeln können, wären die sowjetischen Panzer nicht alsbald in den Straßen erschienen“, so JU-Vorstandsmitglied Dr. Jörg Geerlings. Forderung der fast eine Millionen streikenden bzw. demonstrierenden Menschen war ein Aufschrei nach freien Wahlen. Der Waffengebrauch kostete mehr als 100 Menschen das Leben, darunter auch zahlreiche sowjetische Soldaten, die sich weigerten, auf die Arbeiter zu schießen. In der Folge wanderten immer mehr Menschen aus, allein über eine Million in den Jahren 1953 bis 1956. „Diese Bewegung wurde erst durch den Mauerbau im August 1961 beendet, der sichtbarstes Zeichen des Niedergangs der DDR war“, so Geerlings weiter.

Die JU fordert daher dazu auf, diese Erinnerung niemals zu vergessen und stets in besonderer Weise wach zu halten, da mit der Erinnerung der besondere Wert der Freiheit hervorgehoben werde. Zwar habe nicht gleich auf Anhieb alles beim Wiederaufbau der neuen Bundesländer geklappt, doch sei die gewonnene Freiheit nicht hoch genug einzuschätzen.

In der Endphase des DDR-Regimes glaubten nur noch wenige Menschen an eine Wiedervereinigung Deutschlands. Dass es dazu kam, sei den vielen Menschen in der ehemaligen DDR zu verdanken, die in beispielloser Weise eine friedliche und demokratische Revolution von innen her bewerkstelligt haben. Die Vergangenheit sei noch überall spürbar. „Schlimm genug, wenn die SPD nach wie vor Koalitionen mit der SED-Nachfolgepartei PDS eingeht“, ergänzt der JU-Vorsitzende Sven Schümann. Dass diese Partei heute sogar in Neuss mit einem Mandat im Stadtrat vertreten ist und die Unabhängigen mit ihr ein Fraktionsbündnis wagten, sollte uns ebenfalls noch zum Nachdenken bringen.