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Dr. Günter Krings MdB zu Gast bei der Jungen Union

JU: „Außerirdische würden sich wundern“

18.05.2005 1 Minute Lesezeit

Dr. Günter Krings MdB

Dr. Günter Krings MdB

Die Junge Union Neuss (JU) macht sich nicht nur seit ihrer gestrigen Mitgliederversammlung Gedanken um die Zukunftssicherung in unserer Gesellschaft. Der Vorsitzende Jens Küsters wies vor gefülltem Haus darauf hin, dass der Vorstand erst kürzlich eine Arbeitsgruppe Demographie eingesetzt hatte, um Lösungskonzepte in einer schrumpfenden Gesellschaft zu erörtern.

Da passte es gut, zur Mitgliederversammlung den Mönchengladbacher Dr. Günter Krings, den Vorsitzenden der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion als Gast zu haben, der mehr als zehn Jahre Bezirksvorsitzender der JU-Niederrhein war. Krings berichtete ausführlich über das Thema „Generationengerechtigkeit“, bei dem es nicht darum gehe „Jung gegen Alt“, sondern die Interessen der verschiedenen Generationen zu einem „gerechten“ Ausgleich zu bringen. „Gerechte Politik ist ein hoher Anspruch, dem wir uns verpflichtet fühlen sollten“, so Krings, der eine schonungslose Bilanz insbesondere der sozialen Sicherungssysteme aufzeigte bei sinkenden Bevölkerungszahlen.

„Diese Ergebnisse muss man bis auf die Kommunen herunterbrechen, um gezielt gegensteuern zu können“, so Krings, der Neuss als relativ konstant im Bundesvergleich sieht. Kernproblem des demographischen Defizits in Deutschland sei die sog. Fruchtbarkeitsfalle. „Außerirdische würden sich jedoch wundern, wenn sie auf unseren Planeten schauen; denn in dem Alter, wenn sich heutzutage Menschen für Nachwuchs entscheiden würden, sind zugleich die Berufseinsteigerjahre, in denen man besonders hart arbeiten muss“, resümierte Krings. Ein richtiger Schritt dagegen sei die Verkürzung der Ausbildungszeiten.

JU-Chef Jens Küsters griff in seinem Schluss-Statement die Problematik aus der vielschichtigen Diskussion auf, dass Kinder nicht allein auf finanzielle Aspekte reduziert werden können. Andere Länder, in denen die Förderung viel geringer sei als in Deutschland, seien wesentlich kinderfreundlicher. Politiker selbst könnten hier als Vorbilder dienen.