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Fußball-WM wird zum Wirtschaftsfaktor

11.12.2001 1 Minute Lesezeit

    „Wenn Neuss sich für die im Jahre 2006 anstehende Fußball-WM als Quartier-Standort bewirbt und den Zuschlag erhält, wird das nicht nur Wirtschaftskraft in die Stadt bringen, sondern auch dem Sport in Neuss zugute kommen.“ Das verdeutlicht Dr. Hermann-Josef Baaken, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender. Die Verantwortlichen seien jetzt gefordert, für ein Stadion Konzepte auszuarbeiten und Nachfolgenutzungen einzuplanen, damit die Investition auch zukünftig wirtschaftlich sei. „Der Funke der Fußballbegeisterten wird auf alle Bürger überspringen und dem Sport und den Vereinen Aufwind geben“, prognostiziert Rolf Knipprath, Sportausschußvorsitzender, als Befürworter die Initiative.

    Knipprath erinnert noch einmal an den erklärten Willen der CDU-Fraktion, dem Sport eine höhere Bedeutung in Neuss zu geben und dafür auch ambitionierte Projekte mit entsprechenden Finanzmitteln zu starten: „Die Planungskosten wurden dem Sportetat zusätzlich zur Verfügung gestellt. Die klassische Sportförderung bleibt davon unberührt.“ Dass der Sport eine hohe politische Bedeutung habe, zeige auch, dass der städtische Zuschuß für die Renovierung des Kunstrasenfeldes beim Hockey-Bundesligist HTC Schwarz-Weiß um ein Jahr vorgezogen werde. Andererseits könne beispielsweise der Aufbau von Leistungszentren nur dann finanziert werden, wenn die den Sport tragenden Vereine auch ihre Bereitschaft signalisierten.

    „Im Ergebnis zeigen die jüngsten Beschlüsse, dass es die CDU mit dem Sport ernst meint. Das kann man von der Opposition nicht behaupten“, meint Ratsherr Baaken. In der Finanzausschußsitzung hatt die SPD-Fraktion die WM-Bewerbung kategorisch abgelehnt und nach Auffassung von Baaken an der Realität und den Fakten vorbei Ignoranz gezeigt. „Es muß uns gelingen, mit einem großen Wurf und Visionen Sport zu fördern, statt sich in kleinkarierten Diskussionen zu verzetteln.“ Da, wo Vereine zu unterstützen seien, müsse dies unbürokratisch erfolgen, in anderen Fällen solle das direkte finanzielle Engagement oder der private Investor eine Chance bekommen.