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Nachbarn und Anlieger verhindern Investitionen für Kinder und Jugendliche

Für ein kinderfreundliches Neuss

18.04.2002 1 Minute Lesezeit

Als ein „bedenkliches Zeichen für die Kinderunfreundlichkeit unserer Gesellschaft“, bezeichnet es CDU-Parteivorsitzender Cornel Hüsch, wenn in letzter Zeit zwei Investitionen für Kinder und Jugendliche am Widerstand der Nachbarn scheitern. Wie von der Verwaltung in der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses berichtet wurde, hatten sich Anwohner dagegen gewehrt, dass in ihrer unmittelbaren Umgebung ein sogenannter Wald- und Naturkindergarten eingerichtet bzw. eine Wohnung als Übergangsjugendheim genutzt werden soll.

Die Meldungen sind deswegen so erschreckend, so Hüsch, „weil immer wieder Kinderfreundlichkeit gepredigt wird, aber im konkreten Einzelfall Nachbarn und Anlieger solche Projekte verhindern wollen,“ so Hüschs Stellvertreterin Stephanie Wellens. Dabei hat die 2. Vorsitzende des CDU-Arbeitskreises Familie durchaus Verständnis für das Ruhebedürfnis von Anwohnern. „Trotzdem muss überlegt werden, ob es nicht doch möglich ist, die beiden Initiativen der Verwaltung in angemessener Form umzusetzen.“ Es komme darauf an, einen vernünftigen Kompromiss zu finden, denn Ziel muss es sein, entsprechende Einrichtungen, die die Eltern bei der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder unterstützen, und attraktive Angebote für Kinder zu schaffen.

Überhaupt kein Verständnis haben die Christdemokraten für eine völlig verunglückte Werbung der Fa. JET. Die Plakate des Mineralölunternehmens zeigen ein Elternpaar mit insgesamt sechs Kindern und sind übertitelt mit dem Satz „Günstiger Tanken, Geld für Kondome haben“. Dies sei eine Entgleisung, die das Unternehmen im wohlverstandenen eigenen Interesse sofort zurückziehen sollte und für die es sich bei allen Eltern in Deutschland entschuldigen sollte, sind Hüsch und Wellens einig.