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Erste Jugendschutzkonferenz der Jungen Union Neuss

Erfahrungen mit Suchtmitteln werden bei Jugendlichen immer extremer

30.03.2005 1 Minute Lesezeit

Erfahrungen mit Suchtmitteln werden bei Jugendlichen immer extremer (Foto: Pixabay / Gerd Altmann)

Foto: Pixabay / Gerd Altmann

Die Junge Union Neuss hat eine Jugendschutzkonferenz ins Leben gerufen. Zu deren erster Sitzung trafen sich kürzlich einige JU-Mitglieder mit Christoph Kaiser vom Kommissariat Vorbeugung der Kreispolizeibehörde. Thema der Zusammenkunft war der Konsum von Alkohol, Tabakwaren und anderen Suchtmitteln durch Kinder und Jugendliche.

„Dabei ging es weniger um 15jährige, die ein Glas Bier trinken, sondern mehr um 13- bis 14jährige, für die ‚Koma-Saufen’ oder Joint Rauchen zum Alltag gehören,“ grenzt Thomas Kaumanns, jugendpolitischer Sprecher der JU, das Thema ein, das so manchem als für eine Jugendorganisation nicht recht passend erscheinen mag. „Doch Kinder und Jugendliche werden immer jünger, wenn sie ihre ersten Bekanntschaften mit Alkohol, Zigaretten oder anderen Suchtmitteln machen, die Erfahrungen werden immer extremer. Hier liegt ein ernsthaftes Problem vor, das junge Menschen quer durch alle gesellschaftlichen Gruppen und Schichten betrifft,“ führt er weiter aus.

Nach einem einführenden Referat des Polizeibeamten über das Suchtmittelkonsumverhalten von Kindern und Jugendlichen und die Handlungsfelder der Polizei stand die Diskussion über Ursachen und Präventionsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Dabei wurde schnell klar, dass es sich um eine sehr vielschichtige Problematik handelt. So wie es dabei nicht eine Art von Kindern und Jugendlichen gebe, könne man nicht den einen Grund oder die eine geeignete Gegenmaßnahme benennen. Wichtig sei aber eine Stärkung der Prävention, insbesondere im Bereich des Elternhauses und der Schule. Junge Menschen bräuchten eine Erziehung, die von Anfang an das Risikofeld Drogen und Sucht im Blick habe.

Als Anregung für die weitere politische Arbeit stellte sich in der Diskussion heraus, dass eine bessere Verzahnung der verschiedenen Präventionsbemühungen sehr wichtig sei. Für die JU ein Anlass, in naher Zukunft den bisherigen Maßnahmen auf den Grund zu gehen und eine Optimierung insbesondere der politischen Strukturen zu überprüfen.

Die neu gegründete Jugendschutzkonferenz der Jungen Union soll künftig regelmäßig mehrmals im Jahr tagen, eingeladen sind jeweils interessierte Mitglieder der Jungen Union und Experten von involvierten Institutionen und Verbänden. Es sollen jeweils aktuelle Themen rund um den Jugendschutz aufgegriffen werden, wobei die Experten ja nach Thema ausgewählt werden. „Im Mittelpunkt der Treffen stehen der Austausch von Informationen, Ideen und Handlungsmöglichkeiten sowie mögliche Impulse für die politische Arbeit der Jungen Union“, so Thomas Kaumanns.