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Dr. Christian Lange zu Gast bei der CDU Neuss zum Thema „Neue Mobilität in NRW“

22.03.2021 2 Minuten Lesezeit

Dr. Christian Lange zu Gast bei der CDU Neuss zum Thema „Neue Mobilität in NRW“ (Foto: Shutterstock / metamorworks)
Foto: Shutterstock / metamorworks

Die CDU im Stadtverband Neuss hatte am 18.03.2021 auf Einladung des Neusser Landtagsabgeordneten Dr. Jörg Geerlings und des stellvertretenden Parteivorsitzenden der CDU, Dr. Andreas Hamacher, digitalen Besuch aus dem Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Gruppenleiter des Verkehrsministeriums für Grundsatzangelegenheiten der Mobilität und Digitalisierung, Dr. Christian Lange, hielt an diesem Abend einen kurzweiligen und zudem höchst informativen Impulsvortrag zum Thema „Neue Mobilität in NRW – Chancen für die Stadt Neuss und die rheinische Region“.

Dem Vortrag von Dr. Christian Lange folgte eine engagierte Diskussion durch die zahlreich per Videokonferenz zugeschalteten Veranstaltungsteilnehmer, die durch den Neusser Kreistagsabgeordneten und Leiter des Arbeitskreises Logistik der MIT, Thomas Klann, fachkundig geleitet wurde.

„Mobilität wird vor Ort gemacht“ war eine der zentralen Aussagen von Dr. Christian Lange. Das Verkehrsministerium des Landes NRW fördert mit großem Engagement eine landesweit vernetzte Mobilität vor Ort in dem Bemühen, attraktive Verkehrsangebote für die Bürgerinnen und Bürger in ganz Nordrhein-Westfalen zu schaffen. Hierzu zähle u. a. auch die nachhaltige Förderung automatisierten und vernetzten Fahrens, wie sie derzeit etwa im Rahmen des Projekts KoMoDnext im digitalen Testfeld Düsseldorf getestet und zeitnah auf weitere Streckenabschnitte – u. a. auch durch den Rhein-Kreis Neuss – ausgedehnt werde.

Christdemokraten werben für eine Mobilität

Als weiteres zentrales Handlungsfeld identifizierte Dr. Christian Lange die intermodale Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel, die den Nutzerinnen und Nutzern auf der Grundlage des Konzepts „Mobility as a service“ durch verschiedene Smartphone-Apps mit dem Ziel einer optimierten persönlichen Reiseplanung – auch zwischen verschiedenen Verkehrsverbünden – zugutekommen soll. Mit dem landesweiten eTarif soll ab Ende 2021 ein einfaches, verbundübergreifendes Ticketing nach Luftlinie möglich sein. Das Verkehrsministerium hat hierzu ein Förderprogramm über einen Betrag von bis zu 100 Millionen Euro bis 2031 aufgestellt. Mit dem neuen Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz nehme das Land NRW im Rahmen der „Neuen Mobilität“ zukunftsorientierte Radverkehre ebenso in den Blick, wie im Übrigen auch eine Offenheit für neue und innovative City-Transporttechnologien bei Vorliegen einer positiven Wirtschaftlichkeitsprognose bestehe.

Moderator Thomas Klann verdeutlichte in diesem Rahmen, dass eine innovative sowie gelingende Mobilität den Personen- und den Güterverkehr gleichermaßen in den Blick nehmen müsse. Der anstehende Strukturwandel in der Region müsse insbesondere auch dazu genutzt werden, das Rheinland zum „Mobilitätsrevier der Zukunft“ zu entwickeln, wobei der Rhein-Kreis Neuss hierbei geographisch im rheinischen Revier eine zentrale Rolle einnehmen werde.

„Festzuhalten bleibt, dass einst scheinbar illusorische Zukunftsvisionen, wie etwa der Einsatz von Flugtaxis, inzwischen greifbare Realität werden. Wir wollen hier bei uns in Neuss neuen Technologien nicht hinterherlaufen, sondern die Entwicklungen selbst aktiv vorantreiben. Vor diesem Hintergrund wird auch darüber nachzudenken sein, welche neuen Transportsysteme geeignet sein könnten, Berufspendlerströme und umweltschädigende Verkehrsstaus stärker zu minimieren. Wir laden daher alle Interessierten dazu ein, hierüber ergebnisoffen und technologieneutral mit uns zu diskutieren. Von einer Ertüchtigung der bestehenden Infrastruktur bis hin zu neuen Transportmitteln ist in Zukunft Vieles denkbar“, so Geerlings und Hamacher abschließend.