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Chancengleichheit für Schüler

10.02.2000 1 Minute Lesezeit

    „Die gesellschaftlichen und auf Zukunft gerichteten Aufgaben der Schule werden in Sonntagsreden immer wieder betont, aber selten werden die entsprechenden Vorkehrungen für die Umsetzung dieser Aufgaben getroffen“, kritisierte Ulla von Nollendorf (CDU) für den Koordinationskreis Schule der CDU das nordrhein-westfälische Schulsystem. Hier werde zwar viel von Qualitätssicherung und -kontrolle gesprochen, aber „Qualität kann man erst dann sichern und kontrollieren, wenn sie vorhanden ist“, wird die CDU-Stadtverordnete vom Pressesprecher der Fraktion Dr. Hans-Josef Holtappels unterstützt. Beide Politiker forderten daher, dass sich die Rahmenbedingungen für das Schulsystem erheblich ändern. Neben realistischen Lehrplänen, kleineren Klassen und vernünftiger Ausstattung müssten sich die Schulformen wieder deutlicher unterscheiden, denn es sei nun einmal Tatsache, dass die Menschen unterschiedlich begabt und veranlagt seien, so dass sie auch unterschiedliche Schulen besuchen sollten. Das drücke sich in Nordrhein-Westfalen durch unterschiedliche Schulformen aus, in der „jeder entsprechend seiner Begabung, Veranlagung und Neigung gefördert wird“. Chancengleichheit werde am sichersten und besten dadurch erreicht, dass jeder „seine Chance“ bekommt; nur so könne es zur Chancengerechtigkeit kommen. Frau von Nollendorf wies in diesem Zusammenhang auch auf die Motivation zum Lernen durch die Schüler hin: „Schüler, die in ihrer Individualität ernst genommen werden, lernen entsprechend begeisterter und werden auf diese Weise besser Erfolge erzielen“.