CDU: Zusammenarbeit von Kitas und Seniorenzentren stärken

Die Zusammenarbeit von Kindertagesstätten und Einrichtungen der Seniorenarbeit soll nach dem Willen des CDU-Arbeitskreises Familie, Kinder und Jugend eine Stärkung erfahren. Das ist das Ergebnis der letzten Sitzung dieses Gremiums. „Eine solche Zusammenarbeit ist für beide Seiten bereichernd“, erklärt Arbeitskreisleiter Thomas Kaumanns. „Wir wollen sehen, ob wir bestehenden Projekten frischen Schwung geben oder neue Impulse zur Zusammenarbeit setzen können.“

Kürzlich hatte Kirill Malzev, Vorstandsmitglied der Jungen Union, dem CDU-Arbeitskreis ein Konzept zur Zusammenarbeit zwischen Kitas und Seniorenzentren vorgestellt. Ehrenamtlich agierende Senioren/-innen können unter der Leitung von Erziehern/-innen in die ehrenamtliche Betreuung von Kindern eingebunden werden. „Man sollte die gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen, die etwa der demographische Wandel, der Mangel an Kita-Plätzen, der Wunsch nach individualisierter Betreuung, sowie der Streik der Erzieher/-innen von 2015  mit sich bringen, als eine Chance sehen, neue innovative Ideen und Lösungskonzepte zu entwickeln“, so Malzev. „Eine Kooperation zwischen Seniorenzentren und Kitas hat für alle Seiten einen Mehrwert: die Kinder werden individuell betreut und erwerben unentbehrliche soziale Kompetenzen; die Senioren/-innen tanken durch die Arbeit Lebensenergie und nehmen eine verantwortungsvolle und anerkannte Stellung ein; die Erzieher/-innen sind in ihren Aufgaben entlastet und haben mehr Möglichkeiten in der Betreuung."

Ganz konkret konnte Malzev über den regen Austausch zwischen der Kita Heilig Geist und der benachbarten Seniorenresidenz Haus Nordpark in der Neusser Nordstadt berichten. Auch dank seines Engagements hat die ohnehin schon vorbildliche Zusammenarbeit zwischen der Kita und dem Seniorenheim nun einen neuen Aufschwung erhalten. 

„Als nächstes wollen wir einmal feststellen, wie die Träger von Kitas und Senioreneinrichtungen das sehen, ob sie vielleicht Unterstützungsbedarf haben“, so Kaumanns und Malzev. „Eine solche Zusammenarbeit muss natürlich immer freiwillig sein, aber vielleicht kann die Stadt Neuss helfen, wo es nötig ist.“ Denkbar seien etwa fachliche Begleitung oder Förderung konkreter Ideen.

 

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