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CDU verärgert: Digitalisierung im Schneckentempo

28.08.2020 1 Minute Lesezeit

CDU verärgert: Digitalisierung im Schneckentempo (Foto: Shutterstock)

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Digitale Terminabsprachen im Bauamt sind die neueste Errungenschaft der Neusser Stadtverwaltung. „Das ist Digitalisierung im Schneckentempo“, sagt der Vorsitzende des Beirates Digitale Agenda, Thomas Kaumanns (CDU).

„Digitale Terminreservierungen sind in vielen Bereichen des Alltags schon seit Jahren Standard, zum Beispiel in Restaurants, beim Friseur oder bei Ärzten. So etwas ist nicht neu und schon gar nicht innovativ.“ Ähnlich urteilt er über den jüngst im städtischen Hauptausschuss vorgelegten Bericht über aktuelle Digitalisierungsprojekte. „Wer im Jahr 2019 den Test von Spracherkennungssoftware oder ein Software-Update als Erfolg darstellt, der hängt einige Jahre hinter der technischen Entwicklung zurück. Von einer richtigen ,Smart City‘ sind wir noch meilenweit entfernt.“ Bestätigt wird diese Einschätzung durch den Smart City Index des Bitkom-Verbandes. Diese Studie erfasst, wie digitalisiert die 81 deutschen Großstädte sind. Neuss belegt nur den 65. Platz.

Kaumanns‘ Folgerung: Die Stadtverwaltung muss endlich eine Gesamtstrategie vorlegen, wie sie die Digitalisierung als Gestaltungsmaxime nutzen will. Die Vorarbeit dazu wurde in der Kommission Digitale Agenda geleistet, die gut zwei Jahre lang Ziele definiert hat. Jetzt müsse es endlich an die Umsetzung gehen.

„Die Digitalisierung bietet einen großen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger und macht die Verwaltung effizienter. Wenn denn auch endlich der Turbo eingelegt und nicht nur Stückwerk betrieben würde. Alle Verwaltungsprozesse müssen zunächst von Anfang bis Ende und inklusiver aller Schnittstellen zwischen Ämtern, Behörden und vor allem den Kunden dieser Prozesse – d.h. den Bürgern oder Unternehmern - eindeutig definiert und dann soweit wie möglich digitalisiert werden“, skizziert der CDU-Bürgermeisterkandidat Jan-Philipp Büchler seine Vorstellungen. „Auch braucht Neuss endlich ein Online-Portal zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, wie es in anderen Städten längst existiert.“