CDU kritisiert Verwaltungsvorstoß zu „Ordnungsbehördlichen Bestattungen“

Einmal mehr versucht die Verwaltung unter Reiner Breuer bei „ordnungsbehördlichen Bestattungen“ zu sparen. Nachdem der letzte Versuch 2016 am Widerstand aus Politik und Bevölkerung gescheitert war, folgt jetzt ein neuer Vorstoß.

„Neuss ist eine christlich geprägte Stadt. Bestattungen sind für uns kein Verwaltungsakt, sondern müssen auch bei ordnungsbehördlichen Bestattungen der Würde des Menschen jederzeit entsprechen. Der Bürgermeister will jetzt aus Spargründen ordnungsbehördliche Bestattungen nicht mehr als Erdbestattungen, sondern grundsätzlich als Feuerbestattungen vornehmen. Diese Entscheidung soll nach seinem Willen jetzt durch den Hauptausschuss gepeitscht werden, unter Umgehung der zuständigen Fachausschüsse. So geht es nicht. Bei einem derart sensiblen Thema müssen nicht nur die zuständigen Gremien entsprechend eingebunden, sondern auch die Kirchen um Stellungnahme gebeten werden“, erklärt die CDU-Fraktionsvorsitzende Helga Koenemann.

„Durch sein unsensibles Vorgehen zeigt der Bürgermeister gerade den Schwächsten unserer Gesellschaft die kalte Schulter. Wir werden der Vorlage im Hauptausschuss daher nicht zustimmen, sondern sie intensiv in den dafür zuständigen Gremien beraten. Wir wollen in Neuss eine menschenwürdige Bestattungskultur für alle erhalten. Das fängt damit an, dass man sie für wichtig erachtet und nicht im Schnellverfahren abhandelt. Das Einsparpotenzial kann hier nur eine nachgeordnete Bedeutung haben“, so Koenemann weiter.