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CDU fordert mehr Streetworker

Zur Verbesserung der Jugendarbeit vor Ort hält die CDU-Fraktion den Einsatz von weiteren Streetworkern für unverzichtbar. Das hat die Mehrheitsfraktion in ihrer Sitzung beschlossen. „Jugendbetreuer, die aktiv an Brennpunkten arbeiten statt auf die Jugendlichen in Einrichtungen zu warten, haben sich bewährt“, begründet Stadtverordneter Karl-Heinz Schnitzler (CDU) den Antrag, der in die nächste Stadtratssitzung eingebracht wird. Der „mobile“ Einsatz mehrerer Personen sei sinnvoll als Element der Vorbeugung und zusammen mit anderen Mitteln im Sinne vernetzten Arbeitens.

Die aktuelle Kriminalstatistik zeigt in Neuss für den Bereich Jugendkriminalität, dass 32 Prozent aller Tatverdächtigen jünger als 21 Jahre alt sind. Besonders hoch sind die Zahlen beim Delikt „Körperverletzung“, aber auch Sachbeschädigung, Rauschgifthandel und Ladendiebstahl. „Das Klima unter Jugendlichen ist rauher geworden“, bedauert auch CDU-Stadtverordnete Ursula von Nollendorf. Eine gewaltbereite Atmosphäre entstehe zwischen ausländischen Jugendlichen, jungen Aussiedlern und deutschen Jugendlichen. Von Nollendorf: „Streetworker können Jugendliche direkt ansprechen und individuelle, tragfähige Lösungen finden.“ Die Verwaltung solle eine Bestandsanalyse vorhandener Einrichtungen und Angebote vorlegen und Erfahrungen freier Träger mit einbeziehen. Die CDU-Fraktion erwartet dann von der Stadtverwaltung, dass sie Vorschläge entwickelt, ob und wenn ja, wieviele Streetworker wo eingesetzt werden sollen.