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CDU-Arbeitskreis Familie

CDU diskutierte Seniorennetzwerk und Wahlprogramm

12.06.2002 1 Minute Lesezeit

    CDU diskutierte Seniorennetzwerk und Wahlprogramm (Foto: Corbis)

    Foto: Corbis

    Senioren in Neuss - das ist das neue Thema des CDU-Arbeitskreises Familie. „Die Bedeutung der älteren Generation wird aufgrund der demographischen Entwicklung in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Sie sollte mitten in der Gesellschaft stehen und muss von der Familienpolitik miteinbezogen werden,“ erklärte Arbeitskreisleiter Tobias Goldkamp. Passend dazu stellten Bettina Hueske und Heinz Schneider von der Caritas Neuss die Idee des Seniorennetzwerks vor, das demnächst in der Neusser Innenstadt gestartet wird. Dabei schließen sich Senioren zu Gruppen zusammen, um sich gegenseitig kleinere Hilfestellungen im Alltag zu geben und ihr altersbedingt kleiner gewordenes Netz von Sozialkontakten zu erweitern.

    Die Spannbreite reicht vom Wechseln einer Glühbirne bis zu gemeinsamen Museumsausflügen. Die Entscheidung, was gemacht werden soll, obliegt den Senioren selbst. In Düsseldorf funktionieren solche Seniorennetzwerke seit Mitte der 90er Jahre erfolgreich. Nun will die Caritas die Idee auch auf Neuss übertragen. „Wir finden diese Idee vielversprechend, weil sie ‚junge Alte’ aktiviert, ihre Kontakte erweitert und dazu beiträgt, dass hilfsbedürftige Senioren selbstbestimmter Leben können,“ fasste Stephanie Wellens, stellvertretende Arbeitskreisleiterin und stellvertretende Parteivorsitzende der Neusser CDU, das Diskussionsergebnis der gut besuchten Sitzung zusammen.

    Die Anwesenden seien sich jedoch auch darüber einig gewesen, dass das Seniorennetzwerk nicht bestehende Angebote für Senioren verdrängen dürfe, sondern eine - von der Eigenaktivität der älteren Mitbürger getragene - Ergänzung darstelle. Es müsse weiterhin nach Wegen gesucht werden, auch die konventionellen Seniorenangebote in Neuss zu stärken. Außerdem müsse gewährleistet sein, dass durch die aktiven Senioren keine Konkurrenzsituation zu Handwerkern oder anderen Dienstleistern entsteht. Wellens regte dazu ein Gespräch mit der Kreishandwerkerschaft an.