Unser Programm

Die Mitglieder der CDU Neuss haben am 20. März 2014 im Marienhaus ihr Bürgerprogramm 2014-2020 zur Kommunalwahl verabschiedet.


Heimat

Neuss ist für viele Heimat. Wer hier wohnt, erlebt auf Schritt und Tritt Geschichte und Tradition: Über 2000 Jahre haben ihre Spuren hinterlassen und prägen das Stadtbild und das Leben in der Stadt. Hier fühlen wir uns wohl. Menschen, die seit Generationen hier wohnen oder Neubürger. Jung und Alt.

Wir stehen für ein modernes Neuss, das auf seine Tradition stolz sein kann.
Lebendige Ortschaften und Ortsteile bringen Vielfalt und sind prägend. In Neuss, einer modernen sozialen Großstadt mit überschaubaren Lebensräumen, schätzen die Bürger das behutsame Miteinander von Wirtschaft und Natur, von Wohnen und Freizeit, von Kultur und Arbeit. Neuss ist weltoffen und international. Deshalb fühlen sich Menschen unterschiedlicher Kulturen hier wohl. Unsere Tradition ist eng verbunden mit der gelebten Brauchtumspflege in unserer Stadt. Neben den zahlreichen Schützen- und Heimatfesten hat auch der Neusser Karneval seinen festen Platz im Neusser Kalender. Wir sind stolz auf diese Stadt und wollen sie in ihrer Vielfalt weiterentwickeln und stark für die Zukunft machen.

Wir gestalten unsere Politik auf der Grundlage des christlichen Verständnisses vom Menschen.
Wir sagen ein klares Ja zur Freiheit und Eigenverantwortlichkeit. Die CDU steht für die Solidarität in unserer Gesellschaft. Wir treten für die Schwächeren ein und sorgen für ein soziales Zusammenleben. Mit unserer Politik setzen wir uns ein für Gerechtigkeit, die nicht mit Gleichmacherei verwechselt werden darf. Denn Gerechtigkeit schafft die Basis für ein friedliches Miteinander.

Wir unterstützen die Kirchen und kirchlichen Organisationen sowie freien Träger auf der Basis des Subsidiaritätsprinzips.
Die Kirchen und kirchlichen Organisationen sind für unsere Gesellschaft unverzichtbar. Sie leisten wertvolle Arbeit und geben den Menschen Hoffnung und Halt. Sie sind für uns Mittler und Partner in vielen gesellschaftlichen Fragen und für viele Menschen ein Fundament ihrer weltanschaulichen Überzeugungen. Wir sind froh über den großen Einsatz der christlichen Kirchen für die Menschen in Neuss. Kindertagesstätten und soziale Einrichtungen und Bildungswerke sind Beispiele für diese Arbeit. Wir halten die Tätigkeit der katholischen und evangelischen Gemeinden für unverzichtbar und prägend in dieser Stadt. Wir stellen uns dem partnerschaftlichen Dialog mit anderen Religionen und Kulturen.


Familie

Ehe und Familie sind das Fundament unserer Gesellschaft. Familie und Kinder gehören für die große Mehrheit der Frauen und Männer in unserer Stadt zu einem erfüllten Leben. In der Familie suchen und finden Menschen Liebe, Geborgenheit und gegenseitige Unterstützung. Wir wollen Ehe und Familie stärken und mit guten Rahmenbedingungen dazu beitragen, dass die Menschen ihren Wunsch nach Kindern und Familie verwirklichen können. Wir setzen auf die Eigenverantwortung jedes einzelnen Menschen. Die Diskriminierung anderer Formen des Zusammenlebens lehnen wir ab.

Wir wollen den Betreuungsanspruch für Kinder in hoher Qualität erfüllen.
Jede Familie muss die Möglichkeit haben, nach eigenen Vorstellungen zu leben. Für manche bedeutet das, dass beide Eltern berufstätig sein möchten oder finanziell darauf angewiesen sind. Andere entscheiden sich dafür, dass ein Elternteil zuhause bleibt, um sich der Kindererziehung zu widmen. Wir respektieren und unterstützen verantwortungsvolles Handeln der Eltern. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für uns ein wichtiger Bestandteil der Familienförderung. In Neuss nehmen wir den Betreuungsauftrag sehr ernst. Bereits heute schon stehen Betreuungsplätze in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Dazu gehört eine faire Beitragsordnung. Gute Betreuung darf etwas kosten, aber die Familien in ihren Einkommensverhältnissen nicht überfordern. In den kommenden Jahren wollen wir dieses Erfolgsmodell fortsetzen und dafür sorgen, dass Kinder liebevoll und mit hoher Qualität betreut werden können. Wir unterstützen weiterhin eine qualitativ gute Ausbildung der Tagesmütter und –väter. Zahlreiche freie Träger sowie Tagesmütter und –väter leisten dazu einen erheblichen Beitrag.

Wir werben bei den Unternehmen in unserer Stadt weiterhin für die Einrichtung von Betriebskindergärten.
Wir werden uns für weitere Kooperationen zwischen Neusser Unternehmen und der Stadt Neuss einsetzen, um die Betreuung von Kindern direkt in Betrieben zu organisieren. Solche Modelle können ein wichtiges Instrument sein, um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erreichen.

Wir setzen uns für bezahlbaren Wohnraum und die Förderung generationen-übergreifender Wohnmodelle ein.
Neuss hat ca. 155.000 Einwohner und das soll in Zukunft so bleiben; Neuss hat sogar das Potential, weiter zu wachsen. Dafür werden neue – bezahlbare – Wohnungen für Familien, alleinerziehende Frauen und Männer und ältere Menschen gebraucht. Die Voraussetzungen haben wir im Rahmen der Stadtplanung geschaffen. Wir richten die Neusser Bauverein AG, unser städtisches Wohnungsbau-Unternehmen, weiterhin darauf aus, sozialen Wohnungsbau zu betreiben. Der Wandel in unserer Gesellschaft führt dazu, dass die Zahl der Ein-Personen-Haushalte steigt. Mehrgenerationenwohnmodelle gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie sorgen dafür, dass sich Jung und Alt gegenseitig unterstützen können. Mehrgenerationenwohnmodelle tragen dazu bei, dass ältere Menschen möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können.

Wir werden Eltern bei den großen Herausforderungen der Erziehung unterstützen.
Wir wollen, dass in unserer Gesellschaft kein Kind zurückbleibt.
Wir unterstützen Eltern, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. Dabei setzen wir auf die bewährte Zusammenarbeit mit den in der Jugendhilfe tätigen Vereinen und Verbänden. Für uns steht eine frühe, präventive Unterstützung von Familien in schwierigen Lebenslagen an erster Stelle. Dabei steht das Kindeswohl im Mittelpunkt aller Anstrengungen. Wir wollen Familien in der Krise darin stärken, ihren Kindern eine positive Entwicklung zu ermöglichen.

Wir werden die Angebote zur Familienbildung und -beratung weiter ausbauen und besser koordinieren.
Die vielen unterschiedlichen Lebenssituationen erfordern auch unterschiedliche Beratungsangebote. Dazu unterstützt die Stadt Neuss mit eigenen Mitteln Frauen-, Familien- und Jugendhilfen. Das bleibt für uns ein wichtiger Baustein in der Unterstützung der Menschen, die Hilfe benötigen. Die Schwerpunkte der Probleme verlagern sich. Wir passen deshalb die Beratungsangebote an die aktuelle Nachfrage an.

Wir werden für eine bessere Verknüpfung der Hilfsangebote der zahlreichen Vereine und Verbände sorgen.
Hilfesuchende Familien müssen unkompliziert und schnell Unterstützung finden. Unterschiedliche Träger bieten in Neuss zahlreiche wertvolle Hilfen an. Wichtig ist, im Bedarfsfall den richtigen Ansprechpartner zu finden. Wir werden auf der Internetseite der Stadt Neuss die Träger und Ansprechpartner nach ihren Angeboten in verständlicher Sprache aufschlüsseln.


Jugend

Wir nehmen Jugendliche mit ihren Bedürfnissen ernst. Gemeinsam mit den öffentlichen und freien Trägern der Jugendarbeit in der Stadt Neuss werden wir weiterhin neue Angebote entwickeln sowie bisher erfolgreiche Maßnahmen fördern und ausbauen. Für die CDU Neuss stehen die präventiven Maßnahmen im Vordergrund.

Wir werden Jugendliche bei der Berufswahl unterstützen.
Nicht alle Jugendlichen können darauf vertrauen, in einem starken und interessierten Elternhaus aufzuwachsen. Sie haben besonderen Anspruch auf Unterstützung in allen Lebenslagen. Wichtig ist dabei die Förderung der schulischen Ausbildung und die Unterstützung bei der Berufswahl. Hierzu werden wir entsprechende Angebote aufrecht erhalten und bedarfsgerecht neue entwickeln.

Wir werden die Freizeitangebote für Jugendliche weiterentwickeln.
Freizeitangebote spielen eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. In Neuss gibt es zahlreiche Möglichkeiten, aktiv zu werden. Jugendeinrichtungen gehören ebenso dazu wie etwa die Musikschule, Bolzplätze, Spielplätze, Jugendverbände, Sportvereine, Kunstprojekte und Skateranlagen. Unser Ziel ist es, dass jedem Kind und jedem Jugendlichen in der Nähe seines Wohnortes bedarfsgerechte Angebote zur Verfügung stehen. Wir werden die Vielfalt bewahren und den aktuellen Interessen anpassen. Der Ausbau der Ganztagsbetreuung an den Schulen macht es notwendig, die bestehenden Freizeitangebote mit den Schulen zu vernetzen. Wir unterstützen die Schulen und die Träger der Jugendarbeit bei dieser Aufgabe.

Wir werden die Angebote zur Jugendberatung weiter ausbauen.
Wir werden schon bestehende Angebote zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Sucht und Gewalt, Schuldenfallen und jugendgefährdenden Medien ausbauen. Dazu müssen „Alltags- Kompetenzen“ gefördert werden, um das Selbstbewusstsein der jungen Generation zu stärken. Das befähigt sie, sich verantwortungsbewusst beispielsweise gegen Drogen zu stellen, Schuldenfallen zu erkennen und den Umgang mit allen Formen von Medien zu erlernen. Problemschwerpunkte verlagern sich. Deshalb werden wir die Beratung auf die aktuelle Nachfrage zuschneiden.

Wir werden für eine bessere Verknüpfung der Hilfsangebote der zahlreichen Vereine und Verbände sorgen.
Hilfesuchende Jugendliche müssen unkompliziert und schnell Unterstützung finden. Unterschiedliche Träger bieten in Neuss zahlreiche wertvolle Hilfen an. Wichtig ist, im Bedarfsfall den richtigen Ansprechpartner zu finden. Wir werden auf der Internetseite der Stadt Neuss die Träger und Ansprechpartner nach ihren Angeboten in verständlicher Sprache darstellen.


Chancengerechtigkeit

Wir unterstützen Frauen in dem Bestreben, ihren eigenen Lebensentwurf zu entwickeln und diesen konsequent umzusetzen. Wir wollen Rahmenbedingungen schaffen, die es Frauen ermöglichen, zwischen Familie und Beruf oder einer Kombination aus beidem frei zu entscheiden. Unser Ziel sind gleichwertige Chancen für alle – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft.

Wir unterstützen Frauen und Männer bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Wir wollen Rahmenbedingungen schaffen, die es Frauen ermöglichen, zwischen Familie und Beruf oder einer Kombination aus beidem frei zu entscheiden. Dazu gehören gute Betreuungsangebote, Unterstützung durch Beratung, Wiedereingliederungshilfen in den Beruf usw. Alleinerziehende - überwiegend Frauen - bedürfen besonders unserer Hilfe. Der Konflikt zwischen Erwerbstätigkeit und Erziehung zeigt sich hier in hohem Maße.

Wir setzen uns dafür ein, dass Frauen gleiche Teilhabe in Wirtschaft und Politik ermöglicht wird.
Wir werden uns dafür einsetzen, dass Frauen den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit erhalten. Dazu gehören Chancengleichheit beim beruflichen Aufstieg sowie Beratung und finanzielle Unterstützung zur selbstständigen Existenzgründung.
In den Gremien unserer Partei sind Frauen stark vertreten. Wir setzen uns dafür ein, dass mehr Frauen Führungsverantwortung in Vorständen, Aufsichtsräten und in der Politik wahrnehmen.

Wir stehen auf der Seite von Gewaltopfern und werden verstärkt Maßnahmen im Vorfeld behördlicher Schritte fördern.
Gewalt im häuslichen Bereich müssen in erster Linie Frauen erleiden. Die CDU Neuss ist gegen Gewalt in jeder Form und steht an der Seite der Opfer. Wir unterstützen Maßnahmen und Aktionen im Vorfeld behördlicher Schritte, die den Betroffenen in geeigneter und moderner Form „ein offenes Ohr bieten“, z.B. institutionelle Beratungsangebote und anonyme Beratungen. Darüber hinaus bekennen wir uns zur Sicherstellung der Betreuung im Neusser Frauenhaus. Häusliche Gewalt richtet sich aber auch gegen Männer, die nur selten Unterstützung suchen. Ihnen muss ebenso Hilfe zuteil werden.


Senioren und demografischer Wandel

Senioren sind aktive, engagierte Menschen, die viel zum gesellschaftlichen Miteinander beitragen und ein neues Selbstverständnis haben. Den steigenden Anteil älterer Menschen müssen wir in allen Bereichen wie Stadtentwicklung, Wohnen, Sport und Kultur berücksichtigen. Das bereits erarbeitete Handlungskonzept „Demografie“ muss zügig umgesetzt werden.

Wir sorgen für ein besseres Miteinander von Jung und Alt und unterstützen generationenübergreifende Ideen, besonders beim Wohnen, bei der Kinderbetreuung und im Sport.
Gerade in einer Zeit, in der die Generationen einer Familie nicht mehr an einem Ort wohnen, ist die gegenseitige Unterstützung über die Familie hinaus notwendig. Generationenübergreifende Modelle fördern das. Einkaufen für die Senioren, Lesehilfe für die Jüngsten, Blumen gießen im Urlaub – damit gelangen wir aus der Anonymität in eine gemeinschaftliche Achtsamkeit. Vorteile haben dabei alle, die sich darauf einlassen. Dazu bedarf es einer entsprechenden Quartiersentwicklung, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt. Modelle für Quartiersentwicklung, wie beispielsweise das „Bielefelder Modell“, werden wir weiterverfolgen.

Wir unterstützen die Entwicklung von Quartierskonzepten, die den lebenslangen Verbleib im angestammten Wohnviertel gewährleisten.
Wir sorgen dafür, dass einer der am häufigsten geäußerten Wünsche von älteren Menschen erfüllbar wird – bis ans Lebensende zuhause zu bleiben. Damit muss nicht dieselbe Wohnung gemeint sein, wohl aber das Lebensumfeld. Um ein attraktives Lebensumfeld für alle gewährleisten zu können, muss u.a. eine ortsnahe Versorgung sichergestellt werden. Außerdem werden wir Infrastrukturen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zukünftig flexibel gestalten. So kann ein Kita-Gebäude, das wir heute noch brauchen und bauen müssen, in 20 Jahren möglicherweise als Treffpunkt für ältere Menschen dienen.

Wir unterstützen Modelle wie Wohnraumtauschbörsen.
Wohnraumtauschbörsen können älteren wie jungen Menschen helfen, die passende Wohnung zu finden und dabei im gewohnten Quartier zu bleiben.

Wir betrachten Sicherheit als eine zentrale Voraussetzung für das Wohlbefinden von Jung und Alt.
Wir wollen, dass alle Menschen in Neuss frei und sicher leben können – ob zu Hause, auf Straßen und Plätzen, in Bus und Straßenbahn, bei Tag und Nacht. Sicherheit ist eine Voraussetzung für Freiheit, für ein friedliches Zusammenleben und das Vertrauen in unsere Stadt. Besonders wichtig ist Sicherheit für junge und alte Menschen, die Gewalt schutzloser ausgesetzt sind als andere. Wir sorgen dafür, dass die Stadt Neuss mit dem kommunalen Servicedienst einen eigenen Beitrag zu Sicherheit und Ordnung leistet. Zugleich können wir das Land aus seiner Verantwortung für die Polizei nicht entlassen. Neben den staatlichen Sicherheitsmaßnahmen spielt die Achtsamkeit für den anderen, den Nachbarn und die Nachbarin, eine große Rolle. An ausgesuchten Plätzen ist die Videoüberwachung ein Mittel, um Kriminalität einzudämmen. Zudem ist uns die Beratung und Information von Senioren zur Erhöhung ihrer Sicherheit wichtig.

Wir wollen dezentrale stationäre und ambulante Pflegeangebote in hoher Qualität sichern.
Wir verstehen Pflege als einen wichtigen Dienst am Mitmenschen. Die Würde der Pflegebedürftigen und die Menschlichkeit im Umgang mit ihnen stehen für uns im Mittelpunkt des Handelns. Wir wollen, dass pflegebedürftige Menschen selbstständig und selbstbestimmt leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Wir wollen, dass sie ihren Alltag in der eigenen Wohnung weitgehend ohne fremde Hilfe bewältigen können. Die Entwicklung von Angeboten altersgerechter Begleitung wollen wir daher weiter fördern. Die Anzahl an älteren, oft dauerhaft kranken Menschen nimmt zu. Gleichzeitig verändern sich die Strukturen im unmittelbaren familiären Lebensumfeld. Damit wandeln sich auch die Erwartungen an ein gut erreichbares, stadtteilbezogenes Angebot an Einrichtungen und Diensten für ältere Menschen. Diese veränderten Rahmenbedingungen werden wir berücksichtigen.

Wir unterstützen Senioren, sich am Gemeinschaftsleben zu beteiligen.
Das Ehrenamt ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Zusammenlebens. Gerade ältere Menschen können ihre Erfahrungen in die Gesellschaft einbringen und so, der eigenen Vereinsamung entgegenwirken. Sie verfügen zum einen über einen größeren Zeitrahmen, zum anderen auch über einen umfangreichen Erfahrungsschatz. Sie leisten, etwa als Übungsleiter, Lesepaten oder Betreuer, einen Beitrag für unsere Gesellschaft. Dies verdient ein hohes Maß an Anerkennung. Ehrenamt wird aus Überzeugung erbracht und erwartet keine finanzielle Zuwendung. Dennoch wird z.B. mit der Ehrenamtskarte der Stadt Neuss dazu beigetragen, den Respekt vor diesen Leistungen zu verdeutlichen. Wir sind überzeugt, dass die Würdigung des Ehrenamtes unverzichtbar ist, um noch mehr Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu gewinnen.


Bildung

Neuss zeichnet sich durch eine lebendige und vielfältige Schullandschaft aus. Den Wünschen der Eltern und Schüler entsprechend haben wir die Schullandschaft weiter entwickelt. Außerdem konnten wir den Offenen Ganztag weiter ausbauen, so dass jetzt eine überdurchschnittliche Zahl der Schüler in Grund- und weiterführenden Schulen ganztägig betreut werden. Selbstverständlich wird die Schulsanierung weitergeführt.

Wir erhalten und entwickeln unsere moderne und vielfältige Schullandschaft.
Die Sicherung von Bildungsqualität und Bildungsgerechtigkeit steht im Mittelpunkt unserer Politik. Mit einem umfassenden Angebot aus Gymnasien, Sekundarschulen, Gesamtschulen und einer Realschule sorgen wir für eine attraktive Bildungsvielfalt in Neuss. Eltern und Schüler haben damit die Möglichkeit, das für sie beste Angebot zu wählen.

Wir werden auch zukünftig die wohnortnahe Versorgung mit Grundschulen nach dem Motto „Kurze Beine, kurze Wege“ sichern.
Die dezentrale Grundschulversorgung ist unser Anliegen. Wie bisher sorgen wir deshalb für ein breites Angebot von Grundschulen. Unsere jüngsten Schülerinnen und Schüler sollen die ersten prägenden Jahre an einer Schule in ihrem näheren Wohnumfeld verbringen.

Wir werden die Schulsanierung weiterführen.
In den vergangenen Jahren haben wir weit mehr als 100 Millionen Euro in die Schulen investiert. Zahlreiche weitere Maßnahmen sind bereits beschlossen, so die obligatorische Berücksichtigung der Schultoiletten bei einer Grundsanierung des Gebäudes. Wir werden die äußeren Rahmenbedingungen für die Schülerinnen und Schüler ständig und spürbar verbessern. Dazu werden wir mit dem Gebäudemanagement Neuss den bestehenden Maßnahmenplan verbindlich fortschreiben.

Wir werden uns für die gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderungen (Inklusion) einsetzen.
Inklusion bedeutet, dass behinderte und nicht behinderte Kinder in den Schulklassen gemeinsam lernen. Daneben besteht bereits ein gutes Angebot durch Förderschulen. Wir unterstützen die Eltern betroffener Kinder bei der Wahl des richtigen Angebots. Das Land ist dabei in der Pflicht, ausreichend ausgebildete Lehrer einzustellen.

Wir verstehen Bildung als ein Grundrecht aller Menschen und streben Chancengleichheit an.
Bildung darf nicht von der Herkunft eines Kindes abhängen, sondern nur davon, welche Begabung und welcher Leistungswille vorhanden sind. Um allen Kindern gleiche Bildungschancen zu ermöglichen, beginnen wir so früh wie möglich mit der Förderung. Wichtig sind dafür umfassende Kenntnisse der deutschen Sprache. Durch die Unterstützung in der Schule werden Potenziale der Schülerinnen und Schüler erkannt und gefördert. Dafür bedarf es einer Kultur der Achtsamkeit untereinander.

Wir halten lebenslanges Lernen für eine wichtige Voraussetzung in der sich wandelnden Berufswelt.
Vielfältige Einrichtungen, wie beispielsweise Berufskollegs, Volkshochschule, Fernuniversität Hagen, Stadtbibliothek und verschiedene Neusser Fachhochschulen ermöglichen ein lebenslanges Lernen in Neuss. Dies unterstreicht der von uns geschaffene Neubau für VHS/ Musikschule und Fernuni Hagen (Romaneum). Wir werden die inhaltliche Ausrichtung der Weiterbildungsangebote konsequent im Sinne der Nutzer weiterentwickeln. Dazu ist eine programmatische Abstimmung der Einrichtungen untereinander sowie eine gemeinsame Informations- und Beratungsstrategie wichtig.


Kultur

Neuss hat zahlreiche, qualitativ hochwertige Kulturangebote. Ob Rheinisches Landestheater oder Theater am Schlachthof; ob Deutsche Kammerakademie Neuss oder das Neusser Kammerorchester; ob Clemens-Sels-Museum oder Insel Hombroich und vieles mehr – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Das alljährliche Shakespeare-Festival und die internationalen Tanzwochen sind Leuchttürme mit überregionaler Wirkung.

Wir werden das vielfältige und qualitativ hochwertige Kulturangebot erhalten.
Sowohl im professionellen als auch im ehrenamtlichen Bereich hat Neuss zahlreiche unterschiedliche Angebote im Kulturbereich aufzuweisen. Gemeinsam ist ihnen, dass zahlreiche Menschen mit Energie und Freude ihrem Beruf und ihrer Berufung nachgehen, um Neusserinnen und Neusser zu unterhalten und zu bilden. Wir werden uns für den Erhalt der Vielfalt des kulturellen Angebots einsetzen. Neben den Theatern und Museen gehören dazu das musikalische Angebot in Neuss, die Kindertheater-Programme und die freien Kulturangebote. Wir werden uns für eine verlässliche und dauerhafte Finanzierung einsetzen.

Wir begreifen kulturelle Angebote als Bewahrung der eigenen Tradition und Geschichte.
Zu unserer Kultur gehört das Brauchtum. Zahlreiche Heimatvereine, die verschiedenen Landsmannschaften, das Schützenwesen und der Karneval geben dafür ein beredtes Zeugnis. Ebenso gilt es, Museen wie das Clemens-Sels-Museum und das Schützenmuseum sowie das Stadtarchiv zu bewahren. Wir zeigen damit nicht nur Respekt vor den Leistungen unserer Vorfahren, sondern bewahren und vermitteln unsere Geschichte an nachfolgende Generationen. Nur wer diese versteht, kann verantwortungsbewusst mit der Zukunft umgehen.

Wir werden den künstlerischen Nachwuchs weiter fördern.
Wir werden das Kulturforum „Alte Post“ als unverzichtbare Einrichtung für den künstlerischen Nachwuchs und für viele Kulturschaffende in der Stadt erhalten. Wir werden uns für Kooperationen zwischen Schulen und Künstlern einsetzen. Damit bekommen musisch und künstlerisch Begabte direkten Kontakt zur Welt der Kunst und Kultur. Junge Künstler erhalten durch die Verleihung von Preisen, wie zum Beispiel des „Kunstförderpreises“ oder des „Rockförderpreises“ Motivation, Anerkennung und finanzielle Unterstützung für die weitere Entwicklung.


Wirtschaft

Die CDU Neuss steht für die Idee der sozialen Marktwirtschaft. Eine prosperierende und vielfältige Wirtschaft in Neuss sichert Arbeitsplätze und den Lebensunterhalt der Neusser Bürgerinnen und Bürger. Neuss ist auf diesem Gebiet besonders erfolgreich. Nur eine stabile Wirtschaft ist Garant für konstante Steuereinnahmen und schafft die Basis für qualitativ hohe Bildungs- und Kultureinrichtungen und die Unterstützung durch soziale Leistungen.

Wir stehen zu Neuss als Industrie- und Logistikstandort. Neuss ist eine Hafenstadt!
Bereits in der Vergangenheit waren wir überdurchschnittlich erfolgreich bei der Ansiedlung neuer Unternehmen, wie zum Beispiel Fa. Pierburg im Neusser Hafen. Um die Voraussetzungen für weitere Ansiedlungen zu schaffen, werden wir in die Infrastruktur und die Ausweisung von Gewerbeflächen investieren. Dabei wird ein Schwerpunkt die nachhaltige Neu- und Umnutzung alter Gewerbe- und Brachflächen sein. Im Rahmen einer vorausschauenden Grundstückspolitik gehört dazu der Ankauf von Vorratsflächen, um ansiedlungswilligen Unternehmen eine große Auswahl an geeigneten Flächen anbieten zu können. Der Neusser Hafen ist das Herz des Industrie- und Logistikstandortes Neuss. Die von uns begonnene Stadtentwicklungspolitik in Richtung Rhein wird weiter vorangetrieben. Dabei achten wir auch zukünftig darauf, dass sich die Hafenanrainer weiter entwickeln können. Voraussetzung für neue Industrie- und Gewerbegebiete ist ein vorausschauender Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Entsteht zusätzlicher Lieferverkehr, ist insbesondere in Wohngebieten darauf zu achten, dass Lärm und andere Emissionen in einem vertretbaren Rahmen bleiben und die Regelungen zum Schutz vor Lärm und anderen Emissionen eingehalten werden.

Wir stehen für eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung, damit Genehmigungsverfahren zügig und verbindlich bearbeitet werden können.
Unternehmen können sich darauf verlassen, dass An- und Umsiedlungspläne zügig und mit hoher Qualität bearbeitet werden. Verwaltung und Politik arbeiten eng zusammen, wie wir bei dem Möbelhausprojekt gezeigt haben. Auch bei kleineren Vorhaben wollen wir die Verfahren beschleunigen und werden die Dauer der Genehmigungsverfahren künftig regelmäßig überprüfen. Eine intensive Bürgerbeteiligung ist uns dabei wichtig.

Wir fördern Mittelstand und Existenzgründer.
Mit einem gesunden Mittelstand blüht unsere Stadt. Deshalb ist es unser Anliegen, weiterhin mit einer starken Wirtschaftsförderung die Wünsche und Vorstellungen der Unternehmen zu unterstützen. Die Sparkasse Neuss ist dabei ein verlässlicher Partner der einheimischen Wirtschaft. Sie unterstützt die Unternehmen mit kompetenter Beratung und Finanzierung. Als kommunales Unternehmen leistet die Sparkasse damit einen wichtigen Beitrag zur soliden Entwicklung des Mittelstands. Dieser sorgt für die notwendige wirtschaftliche Stabilität, um den Wohlstand der Stadt für ihre Bürgerinnen und Bürger zu bewahren.

Wir stärken den Einzelhandel.
Reichhaltige Einkaufsangebote in der Innenstadt und in den Stadtteilen sind wichtige Bestandteile der Grundversorgung und der Neusser Lebensqualität. Wir leisten Beiträge, um den Einzelhändlern ihre durch Online-Shopping und Abwanderung in Großstädte erschwerte Position zu erleichtern. So wurde die Fußgängerzone mit großem Aufwand neu gestaltet, ebenso der Platz um das Romaneum und der Bereich um die Pegeluhr. In der Umsetzung befindet sich gegenwärtig die Neugestaltung des Bereiches "Am Konvent". Beim Branchenmix richten wir den Blick auf ein qualitätsvolles und nachhaltiges Niveau. Auch der Einzelhandel selbst leistet einen großen Beitrag zur Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Dank der Zukunftsinitiative Neuss (ZIN e.V.) – einem Verein der Händler und Eigentümer der Innenstadt – werden Interessen und Aktivitäten gebündelt. Mit innovativen Aktionen hat sich das Stadtbild weiter verbessert. Für die Zukunft ist es wichtig, diese Entwicklung fortzusetzen. Mit einem namhaften Betrag des Erlöses aus dem Grundstücksverkauf im Hammfeld II für die Ansiedlung eines Möbelhauses unterstützen wir die Innenstadtentwicklung in enger Zusammenarbeit mit den dort tätigen Akteuren. Wir wollen die Kommunikation zwischen Einzelhandel auf der einen Seite und Politik und Verwaltung auf der anderen Seite verbessern.

Wir entwickeln unsere erfolgreichen städtischen Unternehmen als wichtige Wirtschaftsfaktoren weiter.
Mit den Stadtwerken, dem Bauverein, dem Hafen, der Sparkasse sowie dem Lukaskrankenhaus, um nur einige beispielhaft zu nennen, haben wir leistungsfähige städtische Gesellschaften, die zur positiven Entwicklung der Stadt beitragen. Damit bieten wir den Bürgerinnen und Bürgern ein leistungsstarkes Angebot im Bereich der Daseinsvorsorge. Unsere städtischen Gesellschaften stehen im Dienste des Gemeinwohls. Diese Gemeinwohlziele werden durch den Stadtrat als gewählte Vertretung der Bürger vorgegeben und kontrolliert.

Wir setzen uns für eine Stärkung des Dienstleistungsgewerbes ein.
Neuss verfügt über ein breites Dienstleistungsangebot, vom Einzelhandel über die Gastronomie, über Handwerk und Gesundheitswirtschaft bis hin zu den freien Berufen und der Presse, das wir nach unseren Möglichkeiten fördern werden.

Wir legen Wert auf eine attraktive Innenstadt- und eine gute Ortsteilversorgung.
Die Innenstadt wird immer eine zentrale Bedeutung für die Versorgung der Neusserinnen und Neusser haben. Ob in Gaststätten auf dem Markt oder der Münsterstraße, den kleinen und großen Läden entlang der Fußgängerzone – hierhin kommen die Menschen, um einzukaufen, zu verweilen und sich zu treffen. Eine genauso große Bedeutung hat die Ortsteilversorgung. In allen Stadtteilen werden wir uns dafür einsetzen, dass sich Ortsteilversorger ansiedeln können, wie zuletzt in Reuschenberg, Norf und Grimlinghausen.


Internet und Digitalisierung

Das Internet ist nicht nur ein Medium unter vielen, sondern ein Leitmedium, wenn nicht sogar eine neue Infrastruktur. Längst ist es nicht mehr nur Informationsquelle, sondern auch Arbeitsplatz, sozialer Raum und nicht zuletzt alltägliches Hilfsmittel. Die Entwicklung des Internets und die Durchdringung der Gesellschaft sind vergleichbar mit der industriellen Revolution, doch die „digitale Revolution“ ist schneller und umfassender.

Wir wollen eine gute Netzinfrastruktur erreichen.
Die flächendeckende Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen ist Grundvoraussetzung für attraktive Gewerbe- und auch Wohngebiete. Wir unterstützen dabei die Bemühungen der Bundesregierung. Eine moderne Stadt braucht aber auch ein öffentliches WLAN-Angebot, für das wir bereits gesorgt haben. Wir wollen mit einer guten Netzinfrastruktur um Unternehmen werben – auch in den innovativen (Medien-) Branchen. Die Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung und Mobilisierung auf die Stadtentwicklung werden wir aufmerksam begleiten.

Wir wollen die Chancen des Internets nutzen und die Risiken abwehren.
Das Internet ist ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil ihres Lebens. Daraus ergeben sich viele Chancen, die wir nutzen wollen, etwa bei der Bildung oder auch bei der Teilhabe am gesamten Leben. Wo es Risiken gibt, wollen wir diese abwehren. So gehören zu einer modernen Ausbildung und Sozialberatung auch Fragen der Medienkompetenz, des Jugendmedienschutzes und des Datenschutzes. Jegliche Formen von Gewalt im Internet (z.B. Cyber-Mobbing oder Sexting) gehören an der Wurzel bekämpft.

Wir setzen uns für eine internetfreundliche Stadtverwaltung ein.
Schon heute bietet die Stadt Neuss über ihre Internetseite www.neuss.de eine Vielzahl von Informationen. Auch der Kontakt zwischen Bürgern und Verwaltung wird zunehmend über das Internet abgewickelt. Wir haben beispielsweise den Kita-Navigator und ein umfangreiches Ratsinformationssystem eingeführt. Wir wollen prüfen, wie dieses Angebot ausgebaut und verbessert werden kann. Dabei wollen wird das steigende Informationsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen, etwa durch Open Data-Anwendungen. Wichtig ist uns aber auch, dass Menschen ohne Internetzugang nicht abgehängt werden.


Finanzen und Verwaltung

Die CDU Neuss steht für eine solide Haushaltspolitik. Dies ist die Grundlage, um im Interesse kommender Generationen über genügend finanzielle Ressourcen für Investitionen in Bildung, Stadtentwicklung, Umweltschutz und Kultur verfügen zu können. Die CDU Neuss beweist seit Jahrzehnten: Mit solider Finanzpolitik und einer effektiven und straffen Verwaltung ist die Stadt Neuss für die Zukunft gerüstet.

Wir stehen für Haushaltsdisziplin.
Bei all unseren Überlegungen haben wir eine Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen. Wir müssen angesichts begrenzter Mittel, die uns zur Verfügung stehen, immer wieder eine Aufgabenkritik und daraus resultierend Kurskorrekturen vornehmen. Nicht alles Wünschenswerte ist deshalb machbar. Dank dieser nachhaltigen Finanzpolitik, die die CDU seit Jahrzehnten in Neuss verantwortet, haben wir eine solide finanzielle Basis.

Wir stehen für den Abbau der Verschuldung.
Auch in Zukunft werden wir keine Kredite (Kassenkredite) für den laufenden Aufwand (z.B. Personalaufwand, Mieten) aufnehmen. Ständige Ausgaben sollten die ständigen Einnahmen nicht überschreiten. Wie der aktuelle Haushalt beweist, ist unsere Finanzpolitik nachhaltig und zeigt unsere Verantwortung für die kommenden Generationen.

Wir setzen uns für den Abbau von Bürokratie und die Modernisierung der Verwaltung ein.
Wir werden die Leistungen der Verwaltung für den Bürger weiter verbessern und transparenter gestalten. Eine Verwaltung dient den Bürgern und muss sachlich und gerecht sein. Gesetzliche Vorgaben führen dazu, dass zur Genehmigung von Vorhaben unterschiedliche Verwaltungsbereiche beteiligt werden müssen. Daher ist es wichtig, dass alle Abteilungen gut zusammenarbeiten und Abläufe immer wieder auf ihre Effektivität hin überprüft werden. So können wir Entscheidungen beschleunigen und Gebühren und Abgaben niedrig halten. Dies verstehen wir als dauerhaften Prozess. Dazu gehört eine konstruktive Zusammenarbeit der Stadt Neuss mit dem Rhein-Kreis Neuss und anderen Städten in der Region Rheinland.

Wir werden in Zukunft den Haushalt durch Ziele und Kennziffern steuern.
Wir wollen den Haushalt transparent gestalten. Die Ziele, die wir in unserem Wahlprogramm festlegen, sind unser Maßstab zur Aufstellung des Haushaltes. Ziele und Kennzahlen sind für uns ein wichtiges Instrument der finanzpolitischen Steuerung. Wir werden diese zusätzlichen Kontrollinstrumente einführen.

Wir werden einen Beteiligungsausschuss einrichten, der die zahlreichen städtischen Gesellschaften betreut.
Wir haben leistungsfähige städtische Gesellschaften, wie beispielsweise die Stadtwerke, den Bauverein, den Hafen und die Sparkasse sowie das Lukaskrankenhaus. Damit bieten wir den Bürgern ein leistungsstarkes Angebot im Bereich der Daseinsvorsorge. Unsere städtischen Gesellschaften stehen im Dienste des Gemeinwohls. Die CDU setzt sich dafür ein, dass diese Gemeinwohlziele in einem neu zu bildenden Beteiligungsausschuss, dessen Mitglieder dem Stadtrat angehören, vorgegeben und kontrolliert werden.


Soziales und Gesundheit

Die CDU Neuss sieht sich weiterhin dem Prinzip verpflichtet, Neuss als soziale Großstadt zu erhalten und weiterzuentwickeln. Neben der Hilfe in Not verstehen wir darunter Hilfen, die verhindern, dass Menschen überhaupt in Not geraten. Die Partnerschaft zwischen Stadt und sozialen Verbänden ist Garant für den Erfolg.

Wir setzen uns für bezahlbaren Wohnraum ein.
Neuss hat ca. 155.000 Einwohner und das soll in Zukunft so bleiben. Neuss hat sogar das Potenzial, weiter zu wachsen. Dafür werden neue, bezahlbare Wohnungen für alle Einkommensgruppen, für Familien, alleinerziehende Frauen und Männer und ältere Menschen gebraucht. Die Voraussetzungen haben wir im Rahmen der Stadtplanung geschaffen. Wir richten die Neusser Bauverein AG, unser städtisches Wohnungsbau-unternehmen, weiterhin darauf aus, sozialen Wohnungsbau zu betreiben. Der Wandel in unserer Gesellschaft führt dazu, dass die Zahl der Einpersonenhaushalte steigt. Soweit die rechtliche Möglichkeit besteht, werden wir uns dafür einsetzen, dass auch private Investoren einen Teil ihrer neuen Wohnungen zu einem bezahlbaren Preis anbieten.

Wir fördern Mehrgenerationenwohnmodelle.
Gerade in einer Zeit, in der die Generationen einer Familie nicht mehr an einem Ort wohnen, ist die gegenseitige Unterstützung auch über die Familien hinaus notwendig. Generationenübergreifende Modelle fördern das. Einkaufen für die Senioren, Lesehilfe für die Jüngsten, sich gegenseitig auf allen Gebieten unterstützen – damit gelangen wir aus der Anonymität in eine gemeinschaftliche Achtsamkeit. Vorteile haben dabei alle, die sich darauf einlassen. Dazu bedarf es einer entsprechenden Quartiersentwicklung, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt. Modelle dafür, wie beispielsweise das „Bielefelder Modell“, werden wir weiterverfolgen.

Wir wollen den Betreuungsanspruch für Kinder im Vorschulalter in hoher Qualität erfüllen.
Jede Familie muss die Möglichkeit haben, nach eigenen Vorstellungen zu leben. Für manche bedeutet das, dass beide Eltern berufstätig sein möchten oder sie sind finanziell darauf angewiesen. Andere entscheiden sich dafür, dass ein Elternteil zuhause bleibt, um sich der Kindererziehung zu widmen. Wir respektieren und unterstützen verantwortungsvolles Handeln der Eltern. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für uns ein wichtiger Bestandteil der Familienförderung. In Neuss wird der Betreuungsauftrag sehr ernst genommen. Bereits heute schon stehen Betreuungsplätze in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Dazu gehört eine faire Beitragsordnung. Gute Betreuung darf etwas kosten, aber die Familien in ihren Einkommensverhältnissen nicht überfordern. In den kommenden Jahren wollen wir dieses Erfolgsmodell fortsetzen und dafür sorgen, dass Kinder liebevoll und mit hoher Qualität betreut werden können. Wir unterstützen weiterhin eine qualitativ gute Ausbildung der Tagesmütter und –väter. Zahlreiche freie Träger sowie Tagesmütter und –väter leisten dazu jetzt einen erheblichen Beitrag.

Wir stehen für den Erhalt unserer kommunalen Gesundheitsstrukturen.
Mit dem Lukaskrankenhaus verfügt die Stadt Neuss über ein erfolgreiches medizinisches Versorgungszentrum auf höchstem Niveau. Es wird fortlaufend an die Entwicklung der Medizin angepasst und stellt dabei den Menschen und seine Gesundheit in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit den privaten Anbietern des Gesundheitswesens sowie der breiten hausärztlichen Vielfalt wird den Neusserinnen und Neussern die Abdeckung der gesamten Versorgungsaspekte angeboten. Diese Vielfalt soll erhalten werden. Um die dabei jeweils beste Versorgung zu gewährleisten, ist eine verstärkte Vernetzung aller Akteure untereinander – auch mit den zahlreichen Selbsthilfegruppen – wichtig. Wir stehen für eine bestmögliche medizinische Versorgung, die für jeden Bürger erreichbar ist. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den freien Trägern im Rettungswesen und der freiwilligen Feuerwehr im Bereich der Gesundheitsversorgung sichert die erforderliche Hilfe in Notsituationen für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Wir werden diese wichtige Arbeit uneingeschränkt weiterhin unterstützen.

Wir unterstützen Pflegemodelle, die den Verbleib zuhause ermöglichen.
Wir verstehen Pflege als einen wichtigen Dienst am Mitmenschen. Die Würde der Pflegebedürftigen und die Menschlichkeit im Umgang mit ihnen stehen für uns im Mittelpunkt des Handelns. Wir wollen, dass pflegebedürftige Menschen selbständig und selbstbestimmt leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Wir wollen, dass sie ihren Alltag in der eigenen Wohnung weitgehend ohne fremde Hilfe bewältigen können. Die Entwicklung von Angeboten altersgerechter Begleitung wollen wir daher weiter fördern. Dazu gehören auch Wohngemeinschaften für Demenzkranke.
Die Anzahl an älteren, oft dauerhaft kranken Menschen nimmt zu. Gleichzeitig verändern sich die Strukturen im unmittelbaren familiären Lebensumfeld. Damit wandeln sich auch die Erwartungen an ein gut erreichbares, stadtteilbezogenes Angebot an Einrichtungen und Diensten für ältere Menschen. Diese veränderten Rahmenbedingungen werden wir berücksichtigen.

Wir begrüßen die vielfältigen Palliativangebote und Hospize in unserer Stadt.
Eine längere Lebenserwartung führt dazu, dass der Bedarf an Palliativeinrichtungen und Hospizen steigt. Sie sorgen ambulant und stationär dafür, dass Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt begleitet und würdevoll versorgt werden. Wir sind dankbar für die vielen ehrenamtlichen tätigen Neusser Bürgerinnen und Bürger.

Wir werden die Menschen, die sich (vorübergehend) selbst nicht helfen können, unterstützen.
Die Hilfe zur Selbsthilfe bleibt ein Schwerpunkt unserer Politik. Durch lange Krankheiten, Arbeitslosigkeit, Straffälligkeit, Überforderung im Alltag können Menschen in Not geraten. Hierfür bedarf es individueller Unterstützung. Jeder Mensch, der wieder zurück ins Leben findet, ist ein Gewinn für unsere Gesellschaft. Das muss unser Ziel sein.
Wir werden die Arbeit der Wohlfahrtsverbände und freien Träger fördern und hierzu gemeinsam neue, bedarfsgerechte Angebote entwickeln. Die einzelnen Angebote werden mit den Trägern und Verbänden koordiniert. Denn das Netzwerk zwischen Verbänden und freien Trägern ist eine wichtige Voraussetzung für den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt.

Wir werden in allen Bereichen die Interessen von Menschen mit Behinderungen berücksichtigen.
Menschen mit Behinderungen brauchen unsere besondere Fürsorge. Abgesenkte Gehwege, barrierefreie Wohnungen, inklusiv geführte Schulen und Kitas, Sporteinrichtungen und öffentliche Einrichtungen erleichtern das Leben mit körperlichen Einschränkungen und müssen selbstverständlich sein, um gesellschaftliche Teilhabe in allen Bereichen zu ermöglichen. Menschen mit Behinderungen haben einen Anspruch auf besonderen Schutz und individuelle Förderung. Unser Ziel ist es, Kindern mit besonderem Förderbedarf jede Möglichkeit der Bildung einzuräumen – dort wo es möglich und sinnvoll ist, durch gemeinsames Lernen (Inklusion).


Integration

Zahlreiche Neusserinnen und Neusser, die schon viele Jahre hier beheimatet sind, haben ihre Wurzeln in anderen Ländern. Weitere kommen hinzu und suchen hier eine neue Heimat. Wir heißen sie herzlich willkommen.

Wir fördern Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.
Als im Herzen Europas gelegenes Wirtschafts- und Logistikzentrum mit optimaler Anbindung an Wasserwege, Straßen- und Schienennetz ist Neuss eine international orientierte Stadt. Vielfältige Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich, um nur einige zu nennen, unterstreichen die internationalen Verbindungen. Neuss ist Heimat für Menschen verschiedener Herkunft und Religion.

Wir bilden gemeinsam die Neusser Gesellschaft.
Wer unsere gemeinsamen Werte teilt, wer mit anpackt und unsere Stadt voranbringen will, ist uns willkommen. Erfolgreiche Zuwanderer zeigen, welche Chancen mit gelungener Integration verbunden sind. Menschen mit Zuwanderungsgeschichte leisten einen bedeutenden Beitrag zum Wohlstand und zur kulturellen Vielfalt unserer Stadt. Ihren Aufstiegswillen und ihre Bereitschaft zur Mitgestaltung wollen wir gezielt fördern.

Wir betrachten das Beherrschen der deutschen Sprache als wichtige Grundlage für das Zusammenleben mit Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und unterstützen das.
Menschen, die in Deutschland leben möchten, werden Akzeptanz und Anteil am gesellschaftlichen Leben dauerhaft nur dann finden, wenn sie die deutsche Sprache beherrschen. Hier gibt es noch zu viele Ausnahmen. Wir richten deshalb zahlreiche Bestrebungen auf das Erlernen der deutschen Sprache, ohne die Heimatsprache zu verdrängen.

Wir wollen für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die in Deutschland alt geworden sind, Pflegeformen entwickeln, die auch muttersprachliche Angebote beinhalten.
Die ersten Mitbürgerinnen und Mitbürger sind bereits in den sechziger Jahren aus dem Ausland, meistens der Türkei, nach Neuss gekommen und haben inzwischen hier ihre Heimat gefunden. Sie haben hart gearbeitet und haben es verdient, unter Anerkennung ihrer besonderen Situation ihren Lebensabend würdevoll zu gestalten. Betreuungsangebote sollen speziell auf diese Zielgruppe ausgerichtet sein, etwa durch kultursensible und muttersprachliche Zuwendung.

Wir wollen Chancengleichheit herstellen und Potenziale fördern.
Menschen, die ihr Heimatland verlassen haben, müssen sich in der neuen Umgebung zurecht finden. Dabei helfen oft Menschen, die aus demselben Kulturkreis kommen. Das darf aber nicht dazu führen, dass eine Abschottung gegenüber dem Neuen erfolgt. Bei der Unterbringung von Flüchtlingen darf kein Stadtteil überfordert werden. Sie müssen möglichst schnell am hiesigen Alltag beteiligt werden. Kinder von Migranten haben die gleichen Potenziale wie alle anderen Kinder. Deshalb ist es wichtig, ihnen alle Möglichkeiten zur bestmöglichen Bildung zu eröffnen. Dies gilt für Jungen und Mädchen gleichermaßen. Erwachsene müssen in den Arbeitsmarkt finden.

Wir respektieren die freie Religionsausübung aller Menschen. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften leisten einen wichtigen Beitrag für unser Gemeinwesen.
Religionsausübung spielt eine wichtige Rolle in Neuss. Die katholische und die evangelische Kirche haben eine lange Tradition und stellen unser gesellschaftliches Fundament dar. So pflegen Neusser Bürgerinnen und Bürger christliche Traditionen, wie die großen Feste Ostern und Weihnachten sowie weitere jährlich wiederkehrende Gedenktage, wie etwa das St. Martins-Fest. Neben den Kirchen respektieren wir selbstverständlich alle weiteren in Neuss vertretenen anerkannten Religionen. Wir freuen uns deshalb, dass es auch muslimische Gemeinden gibt. Religiöse Feste und Traditionen sind wichtig für die Identität der Menschen und für ihren persönlichen Glauben – unabhängig davon, um welchen es sich handelt.

Wir wollen gemeinsam mit den Menschen mit Zuwanderungsgeschichte erarbeiten, was Integration für Neuss ist.
In Neuss sind zahlreiche Akteure in der Integrationsarbeit tätig. Dabei gibt es oft unterschiedliche Auffassungen über den richtigen Weg. Gemeinsam werden wir uns auf Maßstäbe und Ziele verständigen und diese transparent und messbar gestalten.


Sport

Sport hat einen hohen Stellenwert für die Attraktivität der Stadt Neuss. Sport bedeutet Gemeinschaft, Lebensgefühl, Gesundheitsvorsorge, Wettbewerb, Freizeit, Bildung, Integration und Inklusion.

Wir entwickeln unsere Sportinfrastruktur konzeptionell weiter.
Wir haben eine gute und wohnortnahe Sportinfrastruktur in Neuss. Neben einer Grundversorgung werden wir verstärkt Schwerpunkte in verschiedenen Sportanlagen setzen. Als weiteren Schritt hat die CDU den Ausbau der Ludwig-Wolker-Anlage für 2014 zu einer Leichtathletikanlage auf Wettkampfniveau auf den Weg gebracht.
Sportanlagen sollen Heimat für alle Altersgruppen sein. Sowohl vereinsgebundener als auch individueller Sport soll dort für alle Altersgruppen möglich sein. Bei der Ausstattung der Sportanlagen ist auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzergruppen zu achten.

Wir unterstützen die Kooperation von Schulen und Sportvereinen.
Schüler werden heute häufig im Ganztagsbetrieb unterrichtet. Deshalb ist es nicht mehr uneingeschränkt möglich, am nachmittäglichen Vereinstraining teilzunehmen. Wir setzen uns dafür ein, dass Vereine Kooperationen mit Schulen abschließen und den Sport in das Schulleben integrieren.

Wir wollen das Hallenzeitenmanagement verbessern.
Die Nachfrage nach Hallenzeiten ist groß und erfordert daher ein zwischen Schul- und Sportverwaltung abgestimmtes Belegungsmanagement. Schulen haben den ersten Zugriff auf Sporthallen. Allerdings sollten sie nur tatsächlich genutzte Zeiten belegen bzw. Kooperationen eingehen, damit andere Zielgruppen, wie etwa Senioren, nicht nur die späten Abendstunden zugewiesen bekommen. Unabhängig davon werden wir nach Möglichkeiten suchen, eine größere Sporthalle errichten zu können.

Wir unterstützen und beraten die vielen engagierten Trainerinnen und Trainer im Sport in ihrer Ausbildung und Qualifizierung.
Ohne das ehrenamtliche Engagement wäre kein Trainingsbetrieb aufrecht zu erhalten. Viele Ehrenamtler sorgen dafür, dass Menschen jeden Alters einer sportlichen Betätigung nachgehen können. Dafür gebührt ihnen nicht nur Dank, sondern auch Unterstützung und Anerkennung. Mit der Ehrenamtskarte, aber auch mit der Beratung und Schulung in Vereins- und Versicherungsfragen leisten wir dazu einen Beitrag.

Wir beraten und begleiten Vereine und deren ehrenamtlich Aktive bei der Entwicklung von Zukunftskonzepten.
In den vergangenen Jahren haben einige Vereine bereits Verantwortung für städtische Sportanlagen übernommen. Beispiele sind einige Bezirkssportanlagen sowie das Wassersportzentrum am Sandhofsee. Die dort gelungene Kooperation unterschiedlicher Wassersportvereine kann ein Vorbild für Vereinskooperationen anderer Sportarten darstellen. Auf dem Weg dahin werden wir die Vereine unterstützen und beraten.

Wir werden auch in Zukunft individuelle Sportangebote fördern.
Skateranlagen, eine BMX-Bahn und Joggingstrecken, aber ebenso Bolzplätze und private Sportinitiativen gehören zu den besonders interessanten Angeboten für vereinsungebundenen Sport. Diese runden das vielfältige Sportangebot in Neuss ab. Für die am Jugendzentrum „Greyhound Pier 1“ weggefallene Skateranlage hat die CDU bereits eine Ersatzanlage beschlossen. Wir wollen auch zukünftig Trendsportarten ermöglichen. Dazu gehören mit Blick auf den demografischen Wandel Einrichtungen für bewegungseingeschränkte Sportinteressierte und Senioren. Eine wichtige Rolle spielen dabei private Anbieter, wie die Skihalle und Fitness-Studios, deren Ansiedlung und Bestand wir aktiv unterstützen. Sie ergänzen mit ihren individuellen Angeboten die breite Palette der Sportmöglichkeiten in Neuss.

Wir erhalten die Neusser Bäderstruktur und die Eissporthalle.
Schwimmen gehört zu den Grundfähigkeiten, über die schon Kinder verfügen müssen. Bereits heute sorgen wir deshalb dafür, dass viele Kinder in der ersten und zweiten Klasse ihren bis zum vierten Schuljahr verpflichtenden Schwimmunterricht absolvieren können. Dafür greifen wir auf die ausgezeichnete Bäderstruktur in Neuss zurück. Die Eissporthalle in Verbindung mit der Skihalle ermöglichen auch in unserer Region wintersportliche Aktivitäten. Speziell im Eiskunstlauf wird sportliche Betätigung vom Breiten- bis zum Leistungssport auch in Zukunft möglich sein. Dank der Ausgliederung in die Neusser Bäder- und Eissporthallen GmbH konnten alle Schwimmhallen saniert werden.

Wir wecken das Interesse für den Sport.
Damit die vorhandene Sportinfrastruktur besser genutzt werden kann, wollen wir sie sichtbarer machen. Wir wollen Neusserinnen und Neusser noch mehr für den Sport begeistern. Insbesondere das Interesse von Kindern und Jugendlichen soll dabei geweckt werden. In Zusammenarbeit von Schulen, Wirtschaft und Verwaltung werden wir Konzepte entwickeln, wie wir Sportarten besser vorstellen und Eignungen feststellen können. Sport treiben soll zum selbstverständlichen Bestandteil der Lebensqualität jedes Einzelnen werden.


Stadt- und Umweltentwicklung

Wir entwickeln die Stadt im Hinblick auf die Herausforderungen des demografischen Wandels und der Umweltaspekte weiter. Dabei helfen uns bereits im Planungsstadium aussagefähige Unterlagen (z.B. Lärmkataster, integriertes Klimaschutzkonzept, Biotopverbundkarte und Artenmonitoring). In den vergangenen Jahren hat sich das Stadtbild vorteilhaft verändert. Die neue Volkshochschule/ Musikschule/ Fernuniversität Hagen (Romaneum), das Kopfgebäude am Hafen sowie neue Wohnhäuser und -quartiere in den Neusser Stadtteilen sind ein deutliches Signal für die gute Entwicklung. Das werden wir weiter voranbringen.

Wir wollen, dass Neuss wieder mehr an den Rhein rückt. Wir sorgen gleichzeitig für den Schutz der Hafenindustrie.
Der Neusser Hafen ist das Herz des Industriestandortes Neuss. Er sichert den Wohlstand der Stadt. Wir begrüßen die Ansiedlung eines Industriebetriebes, den wir mit der Errichtung eines öffentlichen Uferparks, der durch eine neue Brücke mit der Innenstadt verbunden wird, in die Stadtgestaltung einbeziehen. Es ist wünschenswert, dass der Rhein in Neuss als Bestandteil der Stadt noch besser erlebbar wird. Beides miteinander zu verbinden, ist ein wichtiges Ziel. Ein Baustein hierzu ist der von uns auf den Weg gebrachte Masterplan „Neuss an den Rhein". Die von uns begonnene Stadtentwicklungspolitik in Richtung Rhein wird weiter vorangetrieben. Ein weiterer Schritt wird die Entwicklung eines gemischten Quartiers östlich der Rheintorstraße mit Wohnbebauung und nicht störendem Gewerbe am Wasser sein. Dabei achten wir auch zukünftig darauf, dass sich die Hafenanrainer weiter entwickeln können.

Wir entwickeln Neuss als attraktiven Wohnstandort weiter.
Neuss hat ca. 155.000 Einwohner und hat das Potenzial, weiter zu wachsen. Dafür werden neue Wohnungen und Häuser für Familien, alleinerziehende Frauen und Männer sowie ältere Menschen benötigt. Der Masterplan „Neuss an den Rhein“ enthält als einen Baustein die Umwandlung leerstehender Gewerbeimmobilien im Hammfeld 1 zu Wohnungen. Wir verfolgen diese Idee und hoffen, dort ein Wohnquartier, z.B. für Studenten, etablieren zu können.
Um unseren Qualitätsansprüchen in der Stadtentwicklung gerecht zu werden, haben wir einen Gestaltungsbeirat einberufen, der bei großen oder markanten Bauvorhaben ein verbindliches Votum abgibt. Ein attraktiver Wohnstandort in einer historisch gewachsenen Stadt erfordert unkonventionelle Ideen. Durch die Umwandlung bestehender Gebäude schaffen wir neue Wohnviertel mit Quartiersbildung in der Mischung von bezahlbarem Mietwohnungsbau und Privatimmobilien. Der Wandel in unserer Gesellschaft führt dazu, dass die Zahl der Einpersonenhaushalte wächst. Mehrgenerationenwohnmodelle gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung. Sie sorgen dafür, dass sich Jung und Alt gegenseitig unterstützen können. Ältere Menschen können damit möglichst lange in ihrer heimischen Umgebung bleiben.

Wir setzen uns dafür ein, die vorhandenen Brachflächen vorrangig zu aktivieren, um die Neuversiegelung von Freiflächen zu reduzieren.
Wir stellen uns der Verantwortung, die Versiegelung von Freiflächen auf das notwendige Maß zu begrenzen. Dabei bevorzugen wir die Innenentwicklung und die Nutzung vorhandener Infrastrukturen gegenüber der Neuausweisung von Wohn- oder Gewerbeflächen im Außenbereich. Aktiv begleiten wir die Veränderung im Bestand, z.B. durch Zusammenlegung von Grundstücken und Neuaufteilung in Flurstücke mit kleinen Gärten. Auch eine behutsame Nachverdichtung im Bestand fördern wir, soweit es die verkehrlichen Belange zulassen.

Wir widmen uns in Zukunft verstärkt der Verkehrsentwicklung.
Neuss liegt in einer bedeutenden und bevölkerungsreichen Wirtschaftsregion. Daraus resultiert ein starkes und auch steigendes Verkehrsaufkommen. Wir achten darauf, dass sich im Zusammenhang mit der Ausweisung von neuen Wohn- und Industriegebieten Zu- und Abfahrten in das Umfeld einpassen. Mit der Einführung des neuen Flächennutzungsplans wird das überarbeitete Verkehrsentwicklungskonzept vorliegen. Bereits heute legen wir den Fokus auf Verbesserungen an Verkehrsbrennpunkten sowohl im Innenstadtbereich als auch in den Außenbezirken. Eine fortlaufende Anpassung von Verkehrs- und Parkbedingungen ist eine Daueraufgabe der Stadtverwaltung.
Die Erreichbarkeit der Innenstadt ist ein Standortfaktor für die Gewerbetreibenden. Wir fördern den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und den Ausbau eines flächendeckenden und sicheren Radwegenetzes. Für viele Berufstätige, Familien und Senioren bleibt das Auto dennoch ein wichtiges Verkehrsmittel. Deshalb wollen wir den Individualverkehr nur dort einschränken, wo dies aus Gründen der Sicherheit oder des Umweltschutzes nötig ist.

Wir erhalten und entwickeln Neuss als Stadt der kurzen Wege. Wir räumen der Entwicklung der einzelnen Ortsteile einen hohen Stellenwert ein.
Da die Ortsteile unterschiedliche Prioritäten setzen (vom Kindergarten über Lebensmittelmarkt, Mehrgenerationenquartier, Ortsmittelpunkt, oder übermäßiger Verkehrsbelastung) führen wir zahlreiche Veranstaltungen mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort durch, um zu diskutieren und umfassend zu informieren. Dies gehört zu unserem Selbstverständnis von bürgernaher Politik. Im Ergebnis wägen wir die vorgebrachten Argumente ab und treffen die Entscheidungen im Sinne der Neusser Bevölkerung.

Wir sichern die erfolgreiche Stadtentwicklung der letzten Jahrzehnte durch die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans.
Nach 30 Jahren Laufzeit sind die Reserven des gültigen Flächennutzungsplans fast erschöpft. Unter Erhalt der prägenden, gliedernden Grünstrukturen sollen durch gezielte Neuausweisung von Bauflächen in attraktiven, leistungsfähigen Stadt- und Ortsteilen weitere Entwicklungsmöglichkeiten zur Bereitstellung von Wohnungen geschaffen werden. Auf Basis des von den Bürgerinnen und Bürgern mitgestalteten und vom Rat Ende 2011 beschlossenen Räumlichen Strukturkonzepts wird der Flächennutzungsplan Perspektiven – auch für neue Gewerbeflächen – aufzeigen, die eine Fortsetzung der guten Entwicklung der letzten Jahrzehnte ermöglichen und gleichzeitig neuen Vorstellungen angemessen Rechnung tragen. Der Flächenbedarf der heimischen Landwirtschaft ist bei den Planungen zu berücksichtigen.

Wir werden schwerpunktmäßig die Innenstadt aber auch die Ortsteile mit einem Sonderfond aus dem Verkauf des Grundstücks im Hammfeld II stärken.
Nach der erfolgreichen Ansiedlung eines Möbelhauses gehört unser Augenmerkjetzt der städtebaulichen Weiterentwicklung des westlichen Teils vom Hammfeld II. Dies ist erforderlich, damit der damit zusammenhängende Grundsatzbeschluss für ein Stärkungskonzept zur dauerhaften Sicherung und Fortentwicklung der Innenstadt als Flanier- und Einkaufsbereich und der Stadt- und Ortsteile, verbunden mit der Anlage eines Sondervermögens in Höhe von 10 Mio. Euro aus dem Verkaufserlös der Grundstücke in Hammfeld II, kontinuierlich umgesetzt werden kann.

Wir sind umweltbewusst und setzen die energetische Sanierung vorrangig an öffentlichen Gebäuden fort.
Wir haben uns für die Teilnahme der Stadt Neuss am European Energy Award stark gemacht. Um Ressourcen sparsam einzusetzen, müssen alle Möglichkeiten der Energieeinsparung genutzt werden. Dazu gehören Photovoltaik und Solarthermie ebenso wie die energetische Sanierung von Gebäuden. Neuss geht mit gutem Beispiel voran und wir möchten auch private Hausbesitzer dazu motivieren, ihren Beitrag hierzu zu leisten.

Wir tragen mit dem Erhalt und der Entwicklung unserer Grünflächen zur Lebensqualität und zur Aufwertung des Stadtbildes bei.
Erfreulicherweise verfügt Neuss über zahlreiche Parkflächen und Anlagen, die wir erhalten und, wo möglich, vernetzen werden. Durch unsere aktive Mitgestaltung am Grünenentwicklungsplan 2025+ haben wir Schwerpunkte gesetzt: Innerstädtisch bilden der Stadt- und der Rosengarten sowie der Botanische Garten besondere Akzente. Die Verbindung vom Barfußpfad entlang der Erft zum Kinderbauernhof und zum angrenzenden Arboretum hat einen hohen Erholungs-, Freizeit- und Bildungswert.
Im Jahr 2014 werden wir durch die Umgestaltung des Nordparks einen weiteren Schritt zur Vernetzung mit dem Jröne Meerke in Angriff nehmen. Vorrangiges Ziel ist die kurzfristige Wiederherstellung des Jröne Meerkens als Naherholungsgebiet durch Eindämmung der Gänsepopulation. Auch der Stadtwald und der Westpark sind wichtige Potentiale für die Zukunft. Ökologische Zonen wie Luftschneisen oder Trittsteinbiotope haben eine wichtige Funktion für das Stadtklima. Wir werden die Planung von Grün- und Freiflächen in alle Projekte zur Stadtentwicklung aufnehmen. Gerade im unmittelbaren Wohnumfeld sichern Grünflächen die Lebensqualität in der Stadt und prägen ganz entscheidend das Heimatgefühl. Auch unter Berücksichtigung des Artenschutzes bedarf all dieses der umfassenden Pflege, auch mit Hilfe ehrenamtlichen Engagements, wie es z.B. in den zahlreichen öffentlich zugänglichen Kleingartenanlagen geleistet wird.


Sicherheit und Ordnung

Sicherheit und Ordnung sind mehr als nur Zahlen. Es ist wichtig, dass sich die Menschen in Neuss sicher fühlen.

Wir werden mit Polizei und Kommunalem Servicedienst (KSD) zur Senkung der Kriminalität im Gespräch bleiben. In Abhängigkeit von der Finanzlage werden wir die Mitarbeiterzahl im Kommunalen Servicedienst erhöhen.
Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Neuss ist uns wichtig. Wir wollen, dass alle Menschen in Neuss frei und sicher leben können – ob zu Hause, auf Straßen und Plätzen, in Bus und Straßenbahn, bei Tag und Nacht. Sicherheit ist eine Voraussetzung für Freiheit, für ein friedliches Zusammenleben und das Vertrauen in unsere Stadt. Besonders wichtig ist Sicherheit für Jugendliche und Senioren, die stärker gefährdet sind. Wir sorgen dafür, dass die Stadt Neuss mit dem Kommunalen Servicedienst einen zusätzlichen eigenen Beitrag für Sicherheit und Ordnung leistet. Zugleich können wir das Land von seiner Verantwortung für die Polizei nicht entlassen. Neben den staatlichen Sicherheitsmaßnahmen spielt die Achtsamkeit für den anderen, den Nachbarn und die Nachbarin, eine große Rolle. Aber auch die Beratung und Information ist uns wichtig.

Wir wollen die Identifizierung von Kriminalitätsschwerpunkten verbessern, um geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.
Die Videoüberwachung ist eine Möglichkeit, Kriminalitätsschwerpunkte zu erkennen. Umfragen unter Bürgern zeigen, dass die Videoüberwachung ein akzeptiertes Mittel der Prävention ist. Wir sind der Auffassung, dass davon an ausgesuchten Schwerpunkten Gebrauch gemacht werden kann.

Wir haben in Neuss keinen Platz für Gruppen, die sich nicht auf unserer freiheitlich- demokratischen Grundordnung bewegen.
Das gilt sowohl für Gruppen, die das Grundrecht der Religionsfreiheit missbrauchen, wie auch für andere Gruppen, die im Widerspruch zu den freiheitlich-demokratischen Grundsätzen stehen. Wir stehen für eine wehrhafte Demokratie in Neuss.

Wir setzen uns für eine gute Beleuchtung im Straßenraum ein.
Gut beleuchtete Straßen helfen, die Sicherheit zu verbessern. Um dies auch unter finanziellen und umwelttechnischen Aspekten vorteilhaft zu gestalten, soll neue Beleuchtungstechnik mit niedrigem Energiebedarf eingesetzt werden.

Wir fordern einen regelmäßigen Rückschnitt von Sträuchern, damit Wege übersichtlich und einsehbar bleiben.
Häufig ist es mit geringen Mitteln möglich, darauf hinzuwirken, dass Kriminelle kein günstiges Umfeld haben. Dazu gehört auch der regelmäßige Rückschnitt von Sträuchern, insbesondere an Geh- und Fahrradwegen.

Wir setzen uns auch für eine verbesserte Sauberkeit auf Straßen, Plätzen und Grünanlagen ein.
Neben der Pflicht der Stadt appellieren auch an die Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger unserer Heimatstadt, Straßen und Grünanlagen sauber zu halten. Denn Sauberkeit ist einer der Faktoren, die das Sicherheitsgefühl der Menschen erhöhen.