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Zwei neue Familienzentren für Neuss

22.02.2018 1 Minute Lesezeit

Zwei neue Familienzentren für Neuss (Foto: Pixabay)

Foto: Pixabay

Die Landesregierung baut das Unterstützungsangebot für Familien weiter aus. Im Kindergartenjahr 2018/19 werden landesweit insgesamt bis zu 150 neue Familienzentren eingerichtet. Zwei davon entfallen auf die Stadt Neuss. „Das Land möchte allen Eltern und Kindern, insbesondere aber benachteiligten Familien, gute Bildungschancen ermöglichen“, erklärt der Neusser Landtagsabgeordnete Dr. Jörg Geerlings. „Es ist eine gute Nachricht für Neuss, dass wir zwei weitere Familienzentren bekommen. Damit verdoppelt das Land das Tempo beim Ausbau.“ In den letzten Jahren konnte die Stadt jeweils nur eine einzige Einrichtung in das Förderprogramm aufnehmen.

Der CDU-Jugendpolitiker Thomas Kaumanns freut sich, dass das Ziel, ein Familienzentrum für jeden Stadtteil zu haben, nun näher rückt: „Wir haben in Neuss derzeit 19 Familienzentren, aber noch immer gibt es Stadtteile, die keine Familienzentren haben, etwa Uedesheim und Rosellen. Und in Allerheiligen, wo viele Familien leben, gibt es auch nur ein einziges Familienzentrum. Regelmäßig bewerben sich mehrere Kitas um die Förderung; das zeigt, dass der Bedarf hoch ist.“

Geändert wurden auch die Kriterien für die Förderung. In Zukunft werden sowohl soziale als auch demographische Bedarfslagen berücksichtigt. Priorität soll weiterhin der Ausbau der Familienzentren in benachteiligten Gebieten haben. Aber es ist nun auch möglich, die Einrichtungen in anderen Stadtteilen zu etablieren. „Die neue Landesregierung folgt damit der Idee, dass Familienzentren flächendeckend für alle Familien da sind. Genau das haben wir in der Vergangenheit immer wieder gefordert“, so Kaumanns weiter. Die Entscheidung über die Vergabe erfolgt im Jugendhilfeausschuss der Stadt Neuss.

Hintergrundinformation:

Familienzentren sollen durch unterschiedliche familiäre Unterstützungs- und Beratungsangebote die Erziehungskompetenzen der Eltern zu stärken und ihnen zu einem frühen Zeitpunkt niedrigschwellig Informationen und Hilfe zukommen zu lassen. Die überwiegende Mehrheit der Familienzentren arbeitet nach dem Lotsenmodell, bei dem bestehende Angebote der Familienunterstützung, -beratung und -bildung unterschiedlicher Träger zusammengeführt und gebündelt werden.

In Nordrhein-Westfalen gibt es zurzeit rund 2.500 Familienzentren, die vom Land mit 36,9 Millionen Euro gefördert werden.