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Wirtschaftsthemen den Schulen näher bringen

20.02.2001 1 Minute Lesezeit
Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 20.2.2001

    Ein "sehr gutes Gespräch" führten in der vergangenen Woche Vertreter der Neusser Schüler-Union und Dezernent Klaus Gravemann, der zu diesem Zeitpunkt noch kommissarischer Schuldezernent war.
    Aber auch nach seiner "Rückversetzung" ins Wirtschafts- und Liegenschaftsamt dürfte Gravemann noch den Blick für die Anliegen der SU haben: Denn neben dem Thema "Hochbegabtenförderung" lag der Schüler-Union auch die Verknüpfung von Schule und Wirtschaft am Herzen. Dort stellten sie ihre Kernforderungen, um die Wirtschaft näher der Schule anzukoppeln:

    - die Ökonomielehre in die Lehrpläne der weiterführenden Schulen einbinden

    - flächendeckende Einführung von konkreten Partnerschaften zwischen Neusser Unternehmen und Schulen

    - Einführung eines zweiten Betriebspraktikums an den Gymnasien

    - Netzwerk an praxisbezogener Berufsberatung
    Mit Blick auf die hochbegabten Schüler müssten auf kommunaler Ebene Möglichkeiten geschaffen werden, um diese besonders zu fördern. "In Neuss muss es nach dem Vorbild des Marienberg-Gymnasiums mindestens eine weitere städtische Schule geben, wo Jugendliche das Abitur nach zwölf Jahren absolvieren können", sagte Vorsitzender Sebastian Schmitz. Dabei sei die Empfehlung von Schulministerin Behler "falsch", die vorsehe, von der 10.2 in die 12.1 zu springen.

    Richtig sei das "Marienberg-Modell" (von 10.1 zur 11.2), um die Qualifikationsphase der Stufe 11 nicht zu übergehen. Für Gravemann eine "sinnvolle und realisierbare Idee". Auch ein weiterer Vorschlag fand Resonanz: ein Sommercamp für Hochbegabte, die dort unter Gleichgesinnten "ihrem Leistungsdrang freien Lauf lassen können". Ein Wunsch der SU war, dass die Stadt eine "Bildungsveranstaltung" für Schülervertreter ausrichten solle, um diese über ihre Möglichkeiten und Rechte aufzuklären.