„Wir wollen Mitsprache und eine richtige Prioritätensetzung in der Neusser Politik!“

Der Neusser JU-Stadtverband konnte am Samstag rund 30 Mitglieder zu seiner Mitgliederversammlung begrüßen. Zu Gast waren der Neusser Bundestagsabgeordnete und CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe und der Neusser CDU-Vorsitzende Dr. Jörg Geerlings.

Es standen keine Wahlen an, so dass sich die Mitglieder ganz auf die inhaltliche Diskussion konzentrieren konnten. Der JU-Vorsitzende Sebastian Ley wies deshalb gleich am Anfang darauf hin, dass 2013 ein spannendes Jahr für politisch interessierte Neusser wird: „Die Bundestagswahl steht an, und wir sichern Hermann Gröhe sehr gerne unsere volle Unterstützung zu.“

Im Mittelpunkt der Ausführungen von Hermann Gröhe vor der Neusser JU standen aktuelle Fragen der Bundespolitik und der bevorstehende Bundestagswahlkampf. Die Union könne sich auf eine starke Bilanz vor allem in Sachen Arbeitsmarkt und Euro-Stabilität und die große Zustimmung in der Bevölkerung zur Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel stützen. Es werde aber vor allem auch um "unsere Pläne für die Zukunft" gehen. Gröhe lud die Neusser JU ein, sich in die Erarbeitung des Wahlprogramms einzumischen und Anliegen junger Leute in den Diskussionsprozess einzubringen: "Redet mit Freunden und Bekannten darüber, was ihnen am Herzen liegt!" Politik dürfe nicht nur Sender sein, sondern müsse vor allem auf Empfang eingestellt sein, wenn es um Anliegen der Bürgerschaft geht. Er gehe mit Zuversicht in den bevorstehenden Wahlkampf, der ein "spannendes Rennen" sein werde.

„Wir werden uns an der Diskussion um Themen beteiligen und die Dinge einbringen, die uns wichtig sind“, so Ley. Für die Politik in Neuss nannte Ley dann auch die zentralen Forderungen der JU:
  • „Wir brauchen ein schlüssiges Konzept für Jugendeinrichtungen. Bei der Haushaltsdebatte ist es zu spät!“
  • „Wir brauchen eine richtige Prioritätensetzung! Was können wir mit knappen finanziellen Mitteln noch bezahlen, was müssen wir bezahlen um Neuss als Wohnort für junge Menschen und Familien attraktiv zu machen? Diese Debatte müssen wir führen!“
  • „Wir wollen Mitsprache von Jugendlichen! Dabei brauchen wir kein Jugendparlament – Möglichkeiten sich als Jugendlicher organisiert in die Kommunalpolitik einzubringen gibt es genug – sondern vielmehr anlassbezogene Beteiligungsmöglichkeiten!“
  • „Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum für junge Familien und Azubis sowie Studenten! Hier werden wir uns weiter an der Debatte beteiligen!“
  • „Wir sind offen gegenüber anderen Jugendorganisationen. Bei Themen, die alle Jugendlichen angehen, werden wir in Zukunft auch anlassbezogen mit anderen Organisationen zusammenarbeiten – und das mit dem Wissen, dass wir die größte politische Jugendorganisation in Neuss sind!“
„Die heutige Veranstaltung zeigt, dass christdemokratische Positionen gerade auch bei Jugendlichen in Neuss gut ankommen. Ich glaube, dass wir darauf sehr gut aufbauen können und freue mich auf ein erfolgreiches Jahr 2013“, so Ley abschließend.