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Weiterbau der A46: Kritik an Bodewig

01.12.2001 1 Minute Lesezeit
Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 01.12.2001

    Der Hoistener CDU-Ratsherr Karl-Heinz Baum hat Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig von der SPD "politische Augenwischerei" in der Diskussion über den Weiterbau der A46 zwischen den Anschlussstellen Neuss-Holzheim und Neuss-Süd vorgeworfen. Im Bundesverkehrswegeplan 1992 wird dieses Projekt unter "weiterer Bedarf" eingestuft.

    "Das bedeutet, dass das Vorhaben über den gezogenen Finanzrahmen hinausgeht. Nur in begründeten Ausnahmefällen kann es mit Zustimmung des Bundesverkehrsministers für Verkehr aufgenommen oder weiterbetrieben werden. Dies ist bisher nicht geschehen und darf nach dem Willen der Neusser CDU auch nicht geschehen", so Baum. Der Rat habe bereits 1985 gefordert, den Staus auf dem Neusser Ring den Kampf anzusagen.

    Mit dem Ausbau der "Trompete" und dem geplanten Umbau des Kreuzes Neuss-West geschehe dies nun, "wodurch sich auch die Situation zwischen dem Ende der A46 und der A57 normalisieren wird und dann auch keine Umfahrungsstrecken mehr benutzt werden". Ein Versuch der SPD-geführten Landesregierung, die A46 als vordringlichen Bedarf einzustufen, sei 1992 fehlgeschlagen, nachdem der Rat "für den weiteren Bau der A46 nicht nur keinen vordringlichen Bedarf, sondern auch keine Möglichkeit mehr sah und Bundes- und Landesregierung aufgefordert wurden, dies bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans nicht zu berücksichtigen, was dann auch geschehen ist.

    Bodewigs Vorwurf, die Stadt Neuss sei nicht in der Lage, die Frage der Linienführung zu klären, ist für Baum deshalb Augenwischerei. "Fakt ist: Der Weiterbau der A46 ist den Bürgern nicht zuzumuten und deshalb in der geplanten Trassenführung aus Neusser Sicht nicht gewollt", so der Politiker. Offensichtlich habe dies auch die Neusser SPD erkannt und wolle nun nach Bodewigs Vorstoß "zurückrudern". Nicht anders sei das Zitat von SPD-Ratsfraktionschef Reiner Breuer zu verstehen, die Weiterführung der A46 durch den Neusser Süden sei kein Thema für die SPD in Stadt und Kreis.