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Junge Union beim Deutschlandtag in Cottbus

Weder „Null Bock“ noch „Just Fun“

20.10.2003 1 Minute Lesezeit

Weder „Null Bock“ noch „Just Fun“

„Vordenken. Unser Land in zwanzig Jahren.“ Unter diesem ernsten und zugleich herausfordernden Leitsatz stand die diesjährige Bundestagung der Jungen Union, die am vergangenen Wochenende in Cottbus stattfand. Als einziger Neusser Delegierter nahm der stellvertretende JU-Vorsitzende Thomas Kaumanns an dem Treffen teil. Zweiter Vertreter der JU im Rhein-Kreis war Kreisvorsitzender Lars Christoph. Als Gast reiste auch noch der Neusser Dennis Oscheja in den äußersten Osten Deutschlands.

Im Mittelpunkt der dreitägigen Veranstaltung stand die Beratung und Beschlussfassung über den Leitantrag „Unser Land in zwanzig Jahren“. Dieser enthält umfangreiche Vorschläge zur nachhaltigen Gestaltung der Sozialsysteme über das Jahr 2010 hinaus. So fordert die JU unter anderem eine Reform der Rentenversicherung, die noch weiter geht als in den Überlegungen der Herzog-Kommission vorgesehen. Im Rahmen der Beratungen wurde auch intensiv über die Einführung des sogenannten Familienwahlrechts diskutiert, letztlich wurde diese abgelehnt.

Neben den inhaltlichen Diskussionen bestimmten auch zahlreiche prominente Redner den Tagungsablauf. So kamen erstmals seit dem Wiedervereinigungsparteitag 1990 wieder die Vorsitzenden sowohl von CDU als auch von CSU, Angela Merkel und Edmund Stoiber, zu ihrer Nachwuchsorganisation. Insbesondere 2/3-Mehrheits-Wahlsieger Stoiber wurde mit lang anhaltenden Standing Ovations und Sprechchören gefeiert. Auch der hessische Ministerpräsident Roland Koch scheute nicht den weiten Weg nach Cottbus. Der ehemalige sächsische Regierungschef Prof. Kurt Biedenkopf besuchte ebenfalls die Jungpolitiker.
Nach langen Sitzungen bis in die Abendstunden hinein kam dann natürlich auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Insbesondere beim „Brandenburg-Abend“ feierten die rund 600 Delegierten und Gäste bis in die frühen Morgenstunden.

„Es war ein tolles Erlebnis, viele Gleichgesinnte aus der ganzen Bundesrepublik zu treffen und gemeinsam über die Zukunft unseres Landes nachzudenken. Die Beschlüsse zeigen, dass die Junge Union eine klare Konzeption für die Weiterentwicklung unseres Landes besitzt und sich den Herausforderungen der nächsten Jahre stellt“, fasst Thomas Kaumanns die Tagung zusammen.