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Ungerechte Wettbewerbsnachteile für Neusser Hafen

20.04.2000 1 Minute Lesezeit

    Als „ungerechtfertigte Bevorzugung“ und „Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Stadt Neuss“ bewertet CDU-Landtagskandidat die Subventio-nierung des Duisburger „Log Port Rheinhausen“ durch die rot/grüne Landesregierung und die EU.

    Rund 300 Mio. DM sollen in den Log Port fließen, so würden die Quadrat-meterpreise in Duisburg, die ansiedlungsinteressierte Unternehmen zu zahlen hätten, deutlich gesenkt. „Der Neusser Hafen hat den schwierigen Wandel vom reinen Industriehafen hin zu einem modernen Logistik-zentrum dagegen aus eigener Kraft geschafft. Auch für die Vermarktung des Case-Geländes gibt es keine Unterstützung des Landes“, beschreibt der auch in der Kommunalpolitik engagierte Sahnen die Situation vor Ort.

    Diese Ungleichbehandlung erwecke den Verdacht, dass nach politischer Ausrichtung – Duisburg hat eine SPD-Oberbürgermeisterin und eine rot/grüne Ratsmehrheit – entschieden werde, so Sahnen. Die einseitige Unterstützung des Ruhrgebietes gehe zu Lasten der anderen Regionen, denn der negative Effekt für diese verdoppele sich. „Nicht nur, dass Neuss keine Mittel für den Hafen bekommt, schadet uns, sondern dass der Konkurrent Duisburg mit öffentlichen Mitteln die Neusser Marktpreise unterbieten kann, macht die Vermarktung unserer Flächen schwieriger. “Hier werde mit Steuermitteln einseitige Politik gemacht, die völlig marktwidrig den Subventionswettlauf anheizt.“ Letztendlich zahle der Steuerzahler, ohne dass das eingesetzte Geld tatsächlich neue Arbeitsplätze schaffe. „Denn diese Subvention bewirkt nur Mitnahmeffekte und regionale Verschiebungen,“ ist Sahnen überzeugt.