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Lehrer-Schüler-Relation muss verbessert werden/Dank an Lehrer

Umgang der Bezirksregierung mit Eltern unerträglich

15.07.2002 1 Minute Lesezeit

    „In der Schulpolitik wird auf dem Rücken der Kinder und Eltern unakzeptable Sparpolitik betrieben“, kritisiert CDU-Fraktionssprecher Dr. Hermann-Josef Baaken und unterstützt für die CDU die Unterschriftenaktion, mit der die Bezirksregierung zur umgehenden Festlegung der Lehrerstellen aufgefordert wird.

    Es sei ein Skandal, dass sich verantwortliche Beamte bis in Regierungskreise mit ihrer eigenen Karriere befassten, statt ihrer Arbeit nachzugehen und für die lückenlose Fortsetzung der Bildung und Lehrerversorgung an den Schulen zu sorgen. Die Görresschule sei kein Einzelfall. „Die Mangelverwaltung wird durch die Behauptung, wir hätten eine 103-prozentige Versorgung, geschönt“, reagiert Ratsherr Baaken verärgert. Im vergangenen Jahr seien in Neusser Schulen teilweise selbst bei angekündigten Fehlstunden wegen zwingend notwendigen Krankenhausaufenthalten keine Vertretungen aus dem kreisweiten Lehrer-Pool abgestellt worden. Das mache deutlich, dass letztlich Lehrer fehlten. Nur dank des erheblichen perönlichen Engagements der Lehrer, über ihre dienstliche Verpflichtung hin Einsatz zu zeigen, hätte Schlimmeres vermieden werden können.

    Baaken weiter: „Während sich die SPD um Prestigeobjekte kümmert und Phantomprogramme mit Ganztagsschulen beschließt, sieht die Realität an der Basis entmutigend aus. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Eltern, die ihren Kinder eine gute Ausbildung geben wollen, um später im Sinne der PISA-Studie wettbewerbsfähig zu sein.“ Ganztagsschulen seien wichtig, akut müsse aber durch mehr Lehrer die Klassenstärke reduziert werden. Die Landesregierung müsse sich selbst gesetzlich dazu verpflichten, Klassenstärken von 30 Kindern deutlich zu unterschreiten und zu verbieten, fordert der CDU-Fraktionssprecher. Baaken: „Eine Klasse sollte nicht mehr als 20 Kinder zählen – plus/minus 10 Prozent.“