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Streetworker-Antrag der CDU passiert Stadtrat

22.05.2001 1 Minute Lesezeit

    Zur Verbesserung der Jugendarbeit vor Ort hält die CDU-Fraktion den Einsatz von weiteren Streetworkern für unverzichtbar. Der von der Mehrheitsfraktion gestellte Antrag passierte jetzt den Stadtrat und wird im weiteren im Jugendhilfeausschuß beraten. „Jugendbetreuer, die aktiv an Brennpunkten arbeiten statt auf die Jugendlichen in Einrichtungen zu warten, haben sich bewährt“, begründete Stadtverordnete Ursula von Nollendorf (CDU) den Antrag. Der „mobile“ Einsatz mehrerer Personen sei sinnvoll als Element der Vorbeugung und zusammen mit anderen Mitteln im Sinne vernetzten Arbeitens.

    In ihrer Begründung wies die CDU-Fraktion auf die aktuelle Kriminalstatistik hin, die in Neuss für den Bereich der Jugendkriminalität deutlich überhöhte Zahlen zeige. Dies sei ein Grund zum Handeln, sagte von Nollendorf. „Streetworker können Jugendliche direkt ansprechen und individuelle, tragfähige Lösungen finden.“ Die Verwaltung solle eine Bestandsanalyse vorhandener Einrichtungen und Angebote vorlegen und Erfahrungen freier Träger mit einbeziehen. Die CDU-Fraktion erwartet dann von der Stadtverwaltung, dass sie Vorschläge entwickelt, ob und wenn ja, wieviele Streetworker wo eingesetzt werden sollen. Allerdings will die CDU die Prüfung mit einer Aufgabenkritik bei den Trägern verbunden wissen. „Es ist nicht unbedingt erforderlich, zusätzliche Mittel einzusetzen, wenn die Effizienz sozialpolitisch wirksamer Maßnahmen auch durch Umschichtung der Mittel erreicht werden kann“, begründete Dr. Hermann-Josef Baaken, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.