Steigende Kriminalität in Neuss keine Überraschung - Arbeitskreis für mehr Präsenz der Sicherheitskräfte und „Hingucken“

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Die Leiter des Arbeitskreises (AK) Sicherheit der Neusser CDU setzten sich mit dem aktuellen Polizeibericht auseinander und fordern die Sicherheitsbedürfnisse der Bürger in Neuss ernst zu nehmen und mehr Sicherheit auf die Straße zu bringen.

Für Stefan Crefeld (CDU Vorstandsmitglied) und Karl Heinz Schnitzler (CDU Kreistagsabgeordneter) war der gerade vorgelegte Bericht der Neusser Polizei keine große Überraschung. „Wer regelmäßig die lokale Neusser Presse verfolgt hatte, wusste einfach, was kommen würde“, formulierten es die beiden Leiter des Arbeitskreises „Sicherheit“ der Neusser CDU deutlich. In diesem Zusammenhang setzten sie sich aktuell mit der Kriminalitätsstatistik auseinander und fanden vieles Bekanntes vor. „Leider wurden unsere Befürchtungen bestätigt und zehn Prozent mehr Straftaten in Neuss beinhalte eine deutliche Botschaft. Wir sind gegen eine Schwarzmalerei, aber wir tragen auch keine rosa-rote Brille. Die Bürger in Neuss fühlen sich oftmals unsicher und darauf kommt es an.“

So ist die Forderung der beiden klar: „Die Sicherheitskräfte müssen mehr Präsenz vor Ort zeigen und die Mitbürger sollten wachsam sein und Vorgänge den Behörden melden.“

Auf den Punkt bringt es Stefan Crefeld, in dem er feststellt, dass jede Gewalt auf der Straße und jede Straftat in Neuss zuviel ist. „Aber nur den Zeigefinger zu erheben und zu mahnen reiche nicht aus. Es gilt, den Finger in die Wunde zu legen, um das Sicherheitsbedürfnis der Menschen in Neuss zu erfüllen. Daher unterstützt der AK Sicherheit die Polizei und den Kommunalen Service-Dienst (KSD) in der Bestrebung, mehr Präsenz, auch bei Dunkelheit, zu zeigen“.

Vorbehaltlos müsse auch über ergänzende Videoüberwachung nachgedacht werden, so wie es bereits erfolgreich im Öffentlichen Personennahverkehr eingesetzt wird. Die beiden Leiter des AK „Sicherheit“ verwiesen dabei auch auf die sehr positiven Erfahrungen die bereits andere Städte, wie beispielsweise Mönchengladbach, mit diesem technischen Abschreckungsinstrument gemacht haben. An diesen überwachten Plätzen wurde die Kriminalität deutlich reduziert.

Der AK Sicherheit begrüßt die stabile Aufklärungsquote der Polizei, auch bei einzelnen Problembereichen. Diese könnte jedoch nur dann erhöht werden, wenn die Polizei durch die Nachbarn der betroffen Opfer besser informiert würden. Laut Karl Heinz Schnitzler sei hierzu eine aufmerksame Nachbarschaft das wirksamste Mittel, um Einbrecher zu vertreiben oder um der Polizei wichtige Hinweise zu liefern, so, wie es beispielsweise von der CDU in Reuschenberg bereits initiiert und praktiziert wird.