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Arbeitskreis Umwelt der CDU-Neuss besuchte Grefrather Deponie

Steht die gelbe Tonne wirklich vor dem aus?

04.07.2005 1 Minute Lesezeit

Steht die gelbe Tonne wirklich vor dem aus? Dieser Frage gingen jetzt die Mitglieder des Arbeitskreises Umwelt der CDU im Stadtverband Neuss unter Leitung von Dennis Oscheja und Sven Schümann bei einem Besuch der Mülldeponie in Grefrath nach. Nachdem die Teilnehmer der Veranstaltung zunächst von Thomas Willmer vom Rhein-Kreis Neuss begrüßt und über die Geschichte der Deponie aufgeklärt wurden, sahen sie wenig später mit eigenen Augen, wie Sperr- und Gewerbemüll auf wenige Zentimeter zerkleinert und sodann auf einem langen Laufband jeweils in Sekundenbruchteilen von der Wertstoffsortier- und Abfallaufbereitungsanlage (WSAA) in Grefrath sortiert wurde.

Kameras und Computer über den Laufbändern erkennen mühelos, aus welchen Stoffen der zerkleinerte Müll zusammengesetzt ist, der anschließend auf weitere Bänder „abgeschossen“ wird. Was unbrauchbar ist, fällt vom Band und wird aussortiert.

Grund des Besuches war nicht die Deponie an sich, denn deponiert wird heute – auch aufgrund der neuen Gesetzeslage seit dem 01.06.2005 - kaum noch etwas, wie die Teilnehmer der Veranstaltung bereits zu Beginn der Veranstaltung erfuhren, die auf Einladung des Unternehmens RWE-Umwelt West statt fand.

Macht die Möglichkeit, Müll maschinell bis auf feinste Bestandteile zu sortieren, eine Sortierung der Bürger im Haushalt überflüssig? Über diese Frage diskutierten die Veranstaltungsteilnehmer dann nach der Besichtigung. Willmer erklärte, dass zur Zeit Modellversuche im Rhein-Kreis zur Sortierung des Hausmülls durchgeführt werden sollen. Eine Abschaffung der gelben Tonne komme aber nur dann in Betracht, wenn das Modell sich rechnet. Schließlich sollte das Modell nur durchgeführt werden, wenn Gebührensenkungen damit verbunden sind.

Gänzlich verzichtet werden könne aber auf die Sortierung im Haushalt schon deshalb nicht, weil Papier-, Altglas und Biomüll von einem Modell „Gelb in Grau“ nicht betroffen seien. Möglich sei eine solche Sortierung nach dem Stand der Technik zwar auch, nur kostengünstiger wohl nicht.