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Sozialarbeiter für unsere Schulen

12.02.2000 1 Minute Lesezeit

    Die Probleme in der Schule wachsen ständig. Das liegt einmal daran, dass die Familien nicht mehr die zentrale Stellung innerhalb der Erziehung der Kinder zu haben scheint, zum anderen sind die Umwelteinflüsse auf die Kinder heute so groß, dass sie sie nicht mehr verarbeiten können. Und zum dritten hält unsere Konsumgesellschaft so viele Kauf- und Genussanreize bereit, dass die Jugendlichen von heute nicht mehr unterscheiden können, was wichtig und was verzichtbar ist. Für den CDU-Koordinationskreis Schule ist das alles Grund genug, darüber nachzudenken, wie man diesem Problem Herr werden kann. Hans-Joachim Reich, Stadtverordneter der CDU und Schulleiter einer Grundschule: „Für uns stellt sich die Frage, ob wir nicht an unseren Schulen Sozialarbeiter benötigen“. Die Lehrer seien mit ihrer Aufgabe, den Schülern ein vernünftiges Maß an Wissen und die Grundformen der Erziehung beizubringen, hinreichend ausgelastet, so dass die Probleme, die verstärkt auch in der Schule auftauchen, nicht sachangemessen bearbeitet werden können. „Daher müssen wir das Land Nordrhein-Westfalen auffordern, zunächst zumindest an sozialen Brennpunktschulen Sozialarbeiter einzustellen, damit den Kindern geholfen werden kann“, forderte Reich für den Koordinationskreis. Wenngleich die Mitglieder dieses CDU-Gremiums es lieber sähen, dass Erziehung vorrangig in der Familie stattzufinden hätte, seien sie Realisten genug, zu sehen, dass dies leider nicht der Fall sei: „Und darunter dürfen die Kinder nicht leiden, dass in einigen Familien nicht alles wunschgemäß klappt“.