Schwarz-Grün: Konkrete Schritte zum Klimaschutz unternehmen.

Im gestrigen Umweltausschuss hat die schwarz-grüne Koalition einen Antrag zur konkreten Verbesserung des Klimaschutzes eingebracht.

„Als Koalition wollen wir das bereits bestehende Klimaschutzkonzept der Stadt Neuss fortschreiben, die 2013 festgelegten Maßnahmen und die Klimaziele evaluieren und neue Maßnahmen und Ziele definieren. Nur mit konkreten Maßnahmen kann Neuss seinen Beitrag für die Umwelt und das Klima weiter leisten, nicht mit Sonntagsreden“, erklären die Vorsitzenden der Koalitionsfraktionen Helga Koenemann (CDU) und Micheal Klinkicht (Grüne).

Damit stellt sich die Koalition gegen hysterische Anträge anderer Parteien, die keinerlei positiven Effekt für das Klima und die Umwelt mit sich bringen würden und nur der Aufmerksamkeit wegen gestellt worden sind.

„Zudem wollen wir, dass dem wichtigen Thema Klimaschutz mehr Raum zugemessen wird. Für Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes soll daher eine eigene ggf. ganztägige Sondersitzung des Umweltausschusses unter Bürgerbeteiligung einberufen werden“, so Koenemann und Klinkicht weiter.

„Es ist wichtig, dass wir unseren erfolgreichen Weg im Umwelt- und Klimaschutz, den wir in Neuss bereits 1987 begonnen haben, weiterverfolgen und unsere Bemühungen über die von uns eingeführten Instrumente, wie das Klimaschutzkonzept oder die Stabsstelle Klimaschutz weiter intensivieren“, machen Koenemann und Klinkicht deutlich.

Zuletzt hatte die CDU mit ihrem Beschluss „Neuss in Balance halten“ bereits die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes an der Morgensternsheide, wie auch die Grünen, mit Verweis auf die wichtige Funktion des Gebietes für das Stadtklima abgelehnt. Dafür gab es heftige Kritik von Seiten der SPD und FDP.

„Wir wollen unsere Stadt weiterentwickeln und notwendige Wohngebiete und Gewerbeflächen schaffen. Dies muss jedoch nach Augenmaß geschehen. Sowohl die Auswirkungen auf das Stadtklima und die Temperaturen in der Stadt, die Versiegelung von Grünflächen, unsere CO2-Bilanz, der Verlust der dörflichen Strukturen und die Verkehre und Emissionen müssen mitbedacht werden. Dafür müssen Kompromisse eingegangen und schwierige Entscheidungen getroffen werden. Dieser Verantwortung haben wir uns im Gegensatz zu den anderen Parteien gestellt und stellen wir uns auch weiter. Wir hoffen, dass spätestens das Europawahlergebnis bei den anderen Parteien zu der Erkenntnis geführt hat, dass man nicht an einem Tag die Stadt zu asphaltieren und am anderen Tag das Klima retten kann. Stadtentwicklung und Umweltschutz funktionieren nur Hand in Hand“, weisen Koenemann und Klinkicht auf die Diskussion um den Flächennutzungsplan der Stadt hin.