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Schule: CDU mit Resolution

21.12.2005 1 Minute Lesezeit
Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 21. Dezember 2005

Der Vorstand des CDU-Stadtverbandes hat sich auf Antrag von Klaus Karl Kaster und Heiner Cöllen grundsätzlich mit der Grundschulpolitik in Neuss befasst und einstimmig eine Resolution beschlossen. Danach begrüßt die Neusser CDU die Ankündigung der unionsgeführten Landesregierung, die Grundschulen in NRW trotz in Zukunft rückläufiger Schülerzahlen orts- und kindernah weitestgehend zu erhalten mit der Zielrichtung: „Lehrer zu den Kindern“ und nicht „Kinder zu den Lehrern“.

Dieser landespolitischen Vorgabe stimmt die CDU Neuss in vollem Umfang zu und geht dabei von folgenden schulpolitischen Grundsätzen aus:

Die CDU Neuss setzt sich erstens mit Nachdruck für den Erhalt der Grundschulen in den Stadtteilen und in den Stadtvierteln ein. Diese wohnungs-, familien- und besonders kindernahe Form der Grundschulversorgung ist ein unverzichtbarer Bestandteil der altersgemäßen schulischen Bildung der Kinder im Grundschulalter. Stadtteil- und Stadtviertel-Grundschulen sind wichtige Infrastruktureinrichtungen mit hohem integrativem Wert für ein gutes lokales und nachbarschaftliches Gemeinschaftsbewusstsein in der Bevölkerung, so zum Beispiel bei Schulfesten, Sportveranstaltungen und nicht zuletzt bei St. Martinszügen.

Die Neusser CDU lehnt, so die Initiatoren Kaster und Cöllen, die „teilweise auch in Neuss erkennbare Tendenz“ der staatlichen Schulverwaltung nach möglichst großen Grundschulen ab. Sie bedeuteten mehr Anonymität und nicht zuletzt längere und gefährlichere Schulwege. „Wir fordern die Abkehr von rein statistischen und bürokratischen Anforderungen an die Größenordnungen und Entfernungen von Grundschulen.“

Zweitens setzt sich die CDU aus ihrer „werteorientierten politischen Grundhaltung heraus“ für den Erhalt der Bekenntnisschulen in Neuss ein. Die beiden Vorstandsmitglieder Kaster und Cöllen sagen: „Mit Blick auf die Zahl und die Gliederung der Grundschulen ist ein im Wesentlichen ausgewogenes Verhältnis zwischen Gemeinschafts- und Bekenntnisgrundschulen unter Würdigung des Elternwillens anzustreben.“ Für die CDU sind Bekenntnisgrundschulen wichtige schulische Einrichtungen mit einem besonderen Profil. Kaster: „Die staatliche Schulverwaltung muss durch eine im Gesetz- und Verordnungsweg deutlicher zu formulierende Auftragsstellung angewiesen werden, nicht - wie bisher auch bei uns festzustellen - hemmend und mit Schulschließungen sowie längeren Schulwegen drohend auf die bestehenden Bekenntnisschulen einzuwirken. Sie soll keine Umwandlungsverfahren mehr provozieren.“ Heiner Cöllen ergänzt die CDU-Haltung: „Vielmehr ist die Landesregierung gefordert, dafür zu sorgen, dass in geeigneter Form der entsprechende Religionsunterricht an allen Grundschulen in vollem Stundenumfang sichergestellt wird.“