Schöpfungsgerechtigkeit und Umweltschutz gehören zusammen

v.l. Cornel Hüsch, Dr. Jörg Geerlings, Rainer Lechner
v.l. Cornel Hüsch, Dr. Jörg Geerlings, Rainer Lechner

Im Rahmen ihrer C-Veranstaltungsreihe hatte der CDU-Vorsitzende Dr. Jörg Geerlings zum Thema „Bewahrung der Schöpfung – Gilt das auch vor Ort?“ eingeladen. Bei der hervorragend besuchten Veranstaltung referierten der Landschaftsbeiratsvorsitzende Rainer Lechner sowie der Vorsitzende des Katholikenrates im Rhein-Kreis Neuss Cornel Hüsch. Beide führten mit einem prägnanten Vortrag ein. Lechner wusste als intimer Kenner aller Fragen rund um den Erhalt der Artenvielfalt zu begeistern. Lechner, u.a. Mitbegründer des BUND NRW sowie Spezialist für Vogelkunde und Schmetterlinge, warb nachhaltig dafür, Nischen für vielfältig bedrohte Arten zu erhalten und Belange des Umweltschutzes angemessen zu berücksichtigen.

Hüsch ging insbesondere auf den Klimaschutz ein und zeigte die Dramatik anhand aktueller Beschlüsse der UN-Vollversammlung zum Klimawandel. „Gott hat uns in die Pflicht genommen“, so Hüsch. Zur „Schöpfungsgerechtigkeit“ gehöre der Erhalt der Vielfalt des Lebens auf der Erde. Nachkommende Generationen seien die Leidtragenden bei klimaschädlichem Verhalten. Die CDU sei aus ihrem Grundsatzprogramm, das Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität in den Mittelpunkt stelle, verpflichtet. Umweltpolitik sei kein Thema der Grünen allein.

Eine spannende und offene Diskussion schloss sich an. CDU-Vorsitzender Geerlings verwies in diesem Zusammenhang auf den Beschluss der CDU des letzten Bundesparteitags vom Dezember 2008 („Bewahrung der Schöpfung: Klima-, Umwelt- und Verbraucherschutz“), bei dem genau diese Themen in den Mittelpunkt gerückt worden seien. Geerlings, selber „Solarbürger“, resümierte, dass die Politik, auch und gerade vor Ort, in der Pflicht sei, schöpfungsgerecht zu handeln. Ein gutes Beispiel sei das von der CDU initiierte Gewerbeflächenmanagement, das auch die Wiederverwertbarkeit alter Gewerbeflächen im Blick habe, damit nicht ständig weiter Fläche versiegelt werde. Des Weiteren biete etwa der öffentliche Personennahverkehr in einem verdichteten Raum wie Neuss gute Chancen, Energie zu sparen. Mit den Stadtwerken Neuss sei ein kommunales Unternehmen vorhanden, dass auch im Bereich erneuerbare Energien aktiv sei. Schöpfungsgerechtes Verhalten verlange zudem, dass jeder Einzelne gefragt sei, wenn es darum gehe, Umweltbelange ausreichend zu berücksichtigen.

Für die Teilnehmer der C-Veranstaltung stand am Ende des Abends fest, dass weitere Impulse in die Vorstandsarbeit gegeben werden. Ein entsprechendes Arbeitspapier wird vorbereitet.