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Sahnen lehnt Drogenpolitik des Landes ab

11.08.2001 1 Minute Lesezeit
Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 11.8.2001

    "Drogenkonsumräume, sogenannte Fixerstuben, sind für Neuss die falsche Antwort auf das große Problem der Drogensucht." Mit dieser Auffassung tritt der Neusser CDU-Landtagsabgeordnete Heinz Sahnen der Drogenpolitik der Landesregierung entgegen. Denn Justizminister Jochen Dickmann (SPD) hatte im Rahmen einer Pressekonferenz in der vergangenen Woche die Städte erneut gebeten, entsprechende Einrichtungen zu schaffen. In einem Schreiben an Bürgermeister Herbert Napp legte Heinz Sahnen dar, diesen Weg nicht zu gehen: "Durch die Fixerstuben entwickeln sich völlig neue Dimensionen in der Drogenszene und es entsteht ein unkontrolliertes Umfeld. Die Erfahrungen zeigen, dass dieser 'liberale Weg' in der Drogenpolitik unbeherrschbare Probleme mit sich bringt." Die Gefahr sei, so Sahnen, dass im weiten Umfeld der Fixerstube ein von Dealern bestimmter Drogenmarkt blühe, Hehlerei an der Tagesordnung sei und Beschaffungsprostitution Konjunktur habe. "Rat und Verwaltung in Neuss sollten den Weg der Landesregierung ablehnen, stattdessen am Neusser Konzept des niederschwelligen Angebots festhalten und dieses weiter ausbauen", machte Heinz Sahnen seine Auffassung klar. In diesem vom Stadtrat einstimmig beschlossenem Konzept gebe es keine Möglichkeit zum Konsum von Drogen, sondern es werde konkrete Überlebenshilfe und Beratung angeboten.