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Sahnen: Für Förderung privater Denkmalpflege

Heinz Sahnen MdL
Heinz Sahnen MdL

Heinz Sahnen schüttelt den Kopf: Der Neusser CDU-Landtagsabgeordnete ärgert sich über den Beschluss der rot-grünen Landesregierung, zum 1. Januar den Landeszuschuss für die private Denkmalpflege zu streichen. „Das ist ein Rückschlag im Bemühen denkmalgeschützte Häuser zu erhalten und obendrein wirtschaftlich unsinnig. Privaten Wohnungseigentümern von denkmalgeschützten Häusern wird somit der Anreiz genommen, ihr Objekt zu sanieren und dem heimischen Baugewerbe werden Chancen für Arbeitsmöglichkeiten genommen.“

In Neuss wurde im vergangenen Jahr die private Denkmalpflege noch mit 51 000 Euro unterstützt. Die Hälfte des Betrages wurde vom Land NRW zur Verfügung gestellt. „Unterlassene Sanierungsarbeiten an alten Häusern führen zu einem Verlust im Stadtbild und in der Identität einer Stadt“, kritisierte der Landtagsabgeordnete das Vorgehen von Städtebau-, Wohnungsbau- und Kulturminister Dr. Michael Vesper. Sahnen erinnerte daran, dass noch im Jahr 2000 die Landesregierung die Pflege von denkmalgeschützten Gebäuden zu einem Leitthema der Landespolitik erklärt hatte. „Aus den seinerzeit in Aussicht gestellten Fördermitteln des Landes ist nur noch eine Sprechblase geblieben.“

Mit den bescheidenen Mitteln, es handelte sich bei der Förderung der 15 Projekte in Neuss um Beträge zwischen 2 000 und 5 000 Euro, seien große Wirkungen erreicht worden. Sahnen plädiert dafür, den städtischen Zuschuss in Höhe von 25 500 Euro, wie im Haushaltsentwurf für 2005 ausgewiesen, zu erhalten. „Ausfallende Landesmittel können nicht durch städtische Gelder ersetzt werden, aber die Stadt sollte in dieser Frage ein verlässlicher Partner der privaten Haushalte bleiben.“ Schöne, denkmalgeschützte Häuser seien eine Attraktion im Erscheinungsbild einer Stadt.