#fürneuss

Startseite
"Schulpolitik ist zu einem nicht unerheblichen Teil auch Wirtschaftsförderungspolitik"

Rosen wendet sich gegen jede Einschränkung der Förderung von Marienberg

31.10.2002 1 Minute Lesezeit

Rosen wendet sich gegen jede Einschränkung der Förderung von Marienberg

“Schulpolitik ist zu einem nicht unerheblichen Teil auch Wirtschaftsförderungspolitik”, meint der Vorsitzende der Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung (MIT) Neuss, Ratsherr Sebastian Rosen (CDU). Daher sei der Angriff der SPD auf das erzbischöfliche Mädchen-Gymnasium Marienberg von “Unkenntnis getrübt und ideologischen Vorurteilen bestimmt”. Man könne sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die SPD und ihre schulpolitische Sprecherin, Hohlmann, die “Klassenkämpfe der Vergangenheit” gegen eine katholische Schule noch heute ausfechten wolle. “Die SPD in Neuss scheint von PISA und der aktuellen bildungspolitischen Diskussion noch nicht erfasst worden zu sein”, greift Rosen die Neusser SPD-Ratsfrau scharf an. Rosen wendet sich gegen jede Einschränkung der Förderung von Marienberg: “Diese finanzielle Förderung ist rechtlich und politisch geboten.”

Das Gymnasium Marienberg sei als Mädchen- und als Konfessionsschule ein markanter und profilierter Stein im bunten Mosaik der Neusser Schullandschaft. “Obwohl ausschließlich Mädchen und vornehmlich katholische Schülerinnen die Einrichtung besuchen können, ist Marienberg die größte Schule in Neuss. Die Abstimmung mit den Füßen hat längst stattgefunden.” Eine vielfältige und leistungsfähige Schullandschaft sei aber ein wesentlicher Standortvorteil im Rahmen der Wirtschaftsförderung. “Den dürfen wir uns durch die ideologischen Mätzchen der SPD-Ratsfraktion nicht zerstören lassen”, so Rosen. Marienberg gehöre seit dem vorletzten Jahrhundert zum festen Bestandteil der Stadt Neuss, es stelle einen guten Teil der christlichen Tradition der Quirinussstadt dar. “Dabei war zum Beispiel der Anteil der jüdischen Schülerinnen stets überdurchschnittlich hoch”, berichtet der MIT-Vorsitzende.

Der Frontalangriff der SPD gegen Marienberg als “bürgerlich-christliche Bildungseinrichtung von Tradition und mit Zukunft” sei ein Angriff gegen die Bürger dieser Stadt, gegen eine gesunde Wirtschaftsstruktur und gegen eine innovative Bildungspolitik. Rosen sagte der Schulleiterin Dr. Elfriede Schmitz-Keil und dem stellvertretenden Vorsitzenden der Marienberg-Stiftung, Wilhelm Ferdinand Thywissen, die Unterstützung der MIT und der CDU-Fraktion gegen den SPD-Angriff zu. “Das tue ich blind, ohne mit unserem Fraktionsvorsitzenden gesprochen zu haben, denn es gibt Dinge in der CDU, die verstehen sich von selbst”, ist sich Rosen sicher.