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Rosen kritisiert Pläne der Bundesregierung

16.10.2002 1 Minute Lesezeit

Rosen kritisiert Pläne der Bundesregierung

Der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU in Neuss Sebastian Rosen hat die Pläne der Bundesregierung eine Gewerbesteuer für Freiberufler einzuführen heftig kritisiert. Allein in Neuss sind so Rosen weit über 1000 Freiberufler, wie z.B. Rechtanwälte, Ärzte, freie Journalisten, Steuerberater etc. betroffen, die vor Ort ein Mehrfaches an Arbeitsplätzen schaffen.

Die Pläne, die schon soweit fortgeschritten sind, dass sich die Bundesregierung im Rahmen der Kommission zur Gemeindefinanzierung bereits auf ein konkretes Modell festgelegt hat, sehen vor, dass in Zukunft auch Freiberufler der Gewerbesteuer unterworfen werden. Darüber hinaus scheint eine Verbreiterung der Bemessungsgrundlage wahrscheinlich zu sein, so dass künftig neben Zinsen für langfristige Darlehen und den Gehältern der Geschäftsführer auch wieder die Lohnsumme sowie Mieten und Zinsen zum Gewerbeertrag hinzugerechnet würden. Ebenfalls wird befürchtet, dass die geltenden Freibetragsgrenzen wieder gesenkt werden könnten.

Rosen wörtlich: „Die rot-grüne Bundesregierung nimmt billigend in Kauf, dass durch diese Maßnahme die Insolvenzgefahr im Mittelstand noch gesteigert wird.“

Die Stellvertretende Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Angelika Scheel, die gleichzeitig auch Richterin am Finanzgericht in Düsseldorf ist, meint: „Diese Pläne der Bundesregierung kommen de facto einer Steuerhöhung gleich und werden im jetzt schon gebeutelten Mittelstand zu weiteren Entlassungen von Mitarbeitern führen.“