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CDU zieht Lehren aus Streit

Regelmäßige Gespräche mit Düsseldorf

08.03.2004 1 Minute Lesezeit
Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 8. März 2004

Dass der Neusser Wunschkandidat Ulrich Gross (50) nun doch neuer Hafendirektor werden soll, stimmt die CDU-Ratsfraktion zufrieden. Erst am Freitag hatte die Düsseldorfer Seite angesichts erfolgreicher Nachverhandlungen ihre Blockadehaltung aufgegeben. Allerdings könne das gute Ergebnis, so die neue CDU-Sprecherin Stephanie Wellens nach der Vorstandssitzung am Samstag, nicht die Kritik am Procedere überdecken. Wellens räumt ein, dass in ihrer Fraktion breiter Unmut über das unstrukturierte Verfahren herrsche: "Aber es gibt keine Schuldzuweisung. Zuletzt überwiegt die Freude über die Entscheidung für Ulrich Gross und somit über die gute Lösung." Die Christdemokraten schlagen vor, dass künftig die Spitzen der Städte Düsseldorf und Neuss zu regelmäßigen Gesprächen zusammenkommen, um rechtzeitig im Vorfeld verbindliche Vereinbarungen vorzubereiten und Streit zu vermeiden. Diese Forderung richte sich in erster Linie an die (Ober-)Bürgermeister Erwin und Napp. Wellens: "Wir wollen alles tun, um einer fruchtbaren Kooperation mit der Landeshauptstadt den Weg zu bereiten." Das wird auch erforderlich sein, denn die nächste, mögliche Zusammenarbeit steht bereits auf der Tagesordnung: Die Verzahnung der Galopprennbahnen Düsseldorf und Neuss. So sieht's jedenfalls Düsseldorfs Oberbürgermeister Joachim Erwin. Im Gespräch mit der Rheinischen Post kam er zu dem Schluss: "Ich hoffe, dass diese Kooperationsbemühungen erfolgreich sein werden und uns Synergieeffekte bringen." -lü-