Rathaus galoppieren die Personalkosten davon

„Nichts wächst so schnell im Rathaus wie die Personalkosten. Bei den vergangenen Haushaltsberatungen hat der Kämmerer schon ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Personalkosten der Verwaltung aus dem Ruder laufen. Dazu benötigen wir nun genaue Informationen, aus denen wir Handlungsansätze ableiten können.“, so Jörg Geerlings, Vorsitzender des Finanzausschusses. Kämmerer Frank Gensler hatte aufgezeigt, dass die Personalkosten in den letzten drei Haushalten um ca. 25 Prozent in die Höhe geschnellt sind.

Für problematisch hält Geerlings vor allem die so genannten Fiktiv-Stellen, die unterjährig ohne die Zustimmung des Rates eingerichtet werden. „Hierdurch wurde der Personalkörper in den vergangenen drei Jahren massiv aufgebläht, ohne dass die Politik darauf Einfluss nehmen konnte. Stoppen wir diesen Trend nicht, dann wird er zu einer tickenden Zeitbombe.“

Rat und Verwaltung müssen vor allem der Frage nachgehen, ob der Einsatz des Personals effizient erfolgt. Dabei seien Schwerpunkte zu setzen. Es gebe im Rathaus Ämter, die ausgelastet oder gar überlastet seien, zugleich gebe es Bereiche, in denen eine Personalaufstockung geboten sei, etwa wo es um Sauberkeit, Sicherheit oder die Betreuung von Kindern gehe. Man müsse aber die Bereiche identifizieren, in denen es Spielraum gebe. Auch die Möglichkeit, Prozesse mithilfe der Digitalisierung zu verschlanken, müsse intensiv geprüft werden.

Geerlings kündigte an, dass sich der Finanzausschuss und die anderen Fachausschüsse intensiv mit diesem Thema befassen müssten, damit bis zu den nächsten Haushaltsberatungen Klarheit über die notwendigen Konsequenzen herrsche. „Davor hat sich der Bürgermeister bisher gedrückt.“