Prävention vor Ort stärken

Mit dem Thema „Jugendmedienschutz“ beschäftigte sich kürzlich die Jugendschutzkonferenz der Jungen Union Neuss. Als Referent war Holger Girbig von der Landesanstalt für Medien NRW zu Gast. Er berichtete aus seinem Tätigkeitsfeld in der Überprüfung des privaten Rundfunks sowie des Internets und stellte auch Handlungsmöglichkeiten für die Arbeit vor Ort dar.

Tagsüber ausgestrahlte Gewinnspiele im Fernsehen, Internetseiten rechtsradikaler Gruppierungen oder sexueller Missbrauch im Chatroom – relevante Inhalte in den Medien gibt es viele. Mediale Erlebnisse, die dem Entwicklungsstand von Kindern und Jugendlichen nicht entsprechen, können mit teils erheblichen Gefährdungen verbunden sein.

Um dem vorzubeugen, gibt es im Wesentlichen zwei Ansatzpunkte: die Regelung der Verbreitung, wie sie beispielsweise von der Landesanstalt für Medien vorgenommen wird, und die Förderung der Medienkompetenz. Ziel dabei ist, jungen Menschen einen kompetenten Umgang mit Medien ermöglichen.

„Gerade in diesem Bereich gibt es Ansatzpunkte für die Kommunalpolitik“, stellt Thomas Kaumanns, jugendpolitischer Sprecher der Jungen Union fest. Daher folgte der Vorstand der JU seinem Vorschlag, die Förderung der Medienkompetenz in Neuss voranzubringen. Ansatzpunkte seien dabei vor allem die Bereiche Jugendhilfe und Schule. Die präventive Arbeit solle gestärkt werden, beispielsweise durch pädagogische Angebote in offenen Jugendeinrichtungen oder Projekttage in den Schulen. In Frage kämen auch Fortbildungen für Lehrer, Erzieher und weitere Pädagogen. Ferner sei denkbar, bereits bestehenden Kampagnen im Internet beizutreten. „Wir werden dieses Thema, auch in den Ausschüssen des Rates, weiter verfolgen“, so Kaumanns.