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Stadt Neuss muss als Hauptgeldgeber ein Mitspracherecht haben

Personalfrage im Landestheater vor der Entscheidung

17.02.2003 1 Minute Lesezeit

    „Die abschließende Entscheidung über die Nachfolge von Burkhard Mauer als Intendant des Rheinischen Landestheaters bedarf auf jeden Fall der Beteiligung der Stadt Neuss.“ Mit dieser Aussage bringt die CDU-Fraktion ihre Verantwortung bei der Auswahl eines Spielleiters ins Gespräch. Am Montag soll nach dem jetzigen Kenntnisstand von dem Trägerverein endgültig über die Mauer-Nachfolge entschieden werden. „Eine Frage, bei der es selbstverständlich ist, auch den Eigentümer des Theaters – nämlich die Stadt Neuss – zu beteiligen“, fordert CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Bernd Koenemann. Das gebiete der Respekt vor dem Hauptgeldgeber, zumal nach dem Theaterneubau eine größere finanzielle Verantwortung entstanden sei.

    Koenemann zeigt sich erstaunt, dass Namen öffentlich gehandelt würden und die Namensnennung einzelnen Personen auch schaden könnte. Er habe bislang keine Detailkenntnis, erwarte jedoch ausreichende Informationen, die sicherstellten, dass aus den Bewerbern eine nachvollziehbare Auswahl getroffen worden sei. Nach seinen Erkenntnissen sei das Verfahren bislang ohne direkte Beteiligung der Stadt Neuss erfolgt. In Kulturdezernent Wilfried Kruse, der kulturpolitischen Sprecherin der CDU, Gertrud Minkenberg und dem Kulturausschussvorsitzenden Dr. Dr. Udo Kissenkötter habe man kompetente Vertreter des Rates, die den Trägerverein bei seiner Entscheidung unterstützten, betont der CDU-Fraktionschef. Sie ersetzten jedoch nicht die abschließende fraktionsübergreifende Willensbildung.

    Koenemann: „Der neue Intendant setzt als Speerspitze der Neusser Theaterlandschaft Trends, die auf jeden Fall nicht abseits der städtischen Kulturpolitik stehen.“ Der CDU-Fraktionsvorsitzende hat deshalb mit Bürgermeister Herbert Napp verabredet, den Trägerverein unter der Leitung von Dr. Bertold Reinartz abschließend um Einblick in die Bewerberlage und Beteiligung im Verfahren zu bitten, da dies für eine Akzeptanz der Personalentscheidung dringend erforderlich sei.