Passt nicht zusammen

Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 14. Oktober 2006

Andreas Hamacher
Andreas Hamacher

Die Deutsche Bahn hat die Bewirtschaftung der Parkplätze auf der Stichstraße von der Further Straße bis zum Gebäude des Hauptbahnhofes einem Privatunternehmen übertragen, der Berliner Firma Contipark Parkgaragen GmbH. Dieser Wechsel hat den Stadtverordneten Andreas Hamacher überrascht und herausgefordert. NGZ-Redakteur Christoph Kleinau wollte von dem CDU-Politiker wissen:

Herr Hamacher, was stört Sie besonders?

Andreas Hamacher In meinen Augen passen zwei Dinge nicht zusammen. Wenn das neue Unternehmen für die Bewirtschaftung der Parkplätze ebenso zuständig ist wie für die Sauberkeit im Umfeld, soll es auch beide Pflichten gleichrangig wahrnehmen. Ich habe aber den Eindruck, dass dort Knöllchen geschrieben werden, während sich um die Sauberkeit niemand schert.

Woher wissen Sie das?

Hamacher Meine Ratskollegin Stephanie Wellens und ich haben uns, nachdem in der NGZ von dem Wechsel in der Zuständigkeit zu lesen war, vor Ort umgesehen: Papier, Müll, Glas- und Plastikflaschen sowie Obstkisten verdreckten beiderseits Fahrbahnrand und Bürgersteig. Das kann ich so nicht akzeptieren, erst recht nicht in meinem Wahlkreis.

Was werden Sie tun?

Hamacher Zunächst einmal habe ich mit meiner Ratskollegin Stephanie Wellens eine Anfrage an die Verwaltung formuliert. Ich will wissen, ob und welche Möglichkeiten die Stadt hat, Druck auf die DB Bahnpark und die von ihr beauftragte Firma Contipark auszuüben, damit die ihrer Reinhaltungspflicht nachkommen. Denn so ist dieser Teil des Bahnhofes keine gute Visitenkarte der Stadt.

Das könnte man über die Höhe der Knöllchen für Falschparker, die wegen der Bearbeitungsgebühr mindestens 20 Euro ausmachen, auch sagen.

Hamacher Stimmt. Man kann sogar noch weiter gehen, denn auch die Höhe der Parkgebühren - Mindestparkzeit 20 Minuten für 50 Cent - finde ich extrem hoch und benutzerunfreundlich. Hier sollte man auf die Bedürfnisse der Bürger mehr Rücksicht nehmen und zu nachfrageorientierten Gebührenregelungen kommen. Ob die Stadt auf diese Gebühren einwirken kann, ist deshalb Teil zwei unserer Anfrage