Ordnung und Sicherheit in Neuss

Zum Thema „Ordnung und Sicherheit in Neuss“ hatte der Arbeitskreis (AK) Sicherheit des CDU Stadtverbandes Neuss unter der Leitung von Stefan Crefeld und Karl Heinz Schnitzler seine Mitglieder eingeladen. Als Referenten konnten die beiden Christdemokraten hierzu den kommissarischen Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Neuss, Uwe Talke, und den kommissarischen Sachgebietsleiter „Gefahrenabwehr“, Uwe Neumann, begrüßen.

Neben der allgemeinen Einführung in die zahlreichen Arbeitsfelder des Neusser Bürger- und Ordnungsamtes, galt das größte Augenmerk der Mitglieder der Darstellung des Kommunalen Servicedienstes (KSD) der Stadt. Hierbei überzeugten die beiden Vortragenden aus der Verwaltung mit großer Fachkenntnis und einem breiten Praxiswissen. Die zahlreichen Zwischenfragen und Beiträge zeigten aber auch, dass die AK Mitglieder gut im Thema standen.

Uwe Talke erklärte den interessierten Zuhörern, dass der KSD vor genau zehn Jahren mit zunächst zwei Mitarbeitern im Innenstadtgebiet zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls eingerichtet wurde. Nach der erfolgreichen Einführung des KSD in der Innenstadt meldeten aber auch einige Stadtteile ihren Bedarf an. Mit der Folge, dass 2005 die Erweiterung des KSD von zwei auf fünf Mitarbeitern beschlossen wurde, um die Ausdehnung des Streifendienstes des KSD auf das gesamte Stadtgebiet sicherstellen zu können. Besetzt seien von diesen fünf Stellen aber bisher nur vier, die fünfte sei vorgesehen und soll zukünftig durch einen geeigneten Bewerber besetzt werden.

Talke und Neumann lobten ihre engagierten KSD Mitarbeiter und betonten deren enge Verbundenheit mit der Stadt und ihrer Aufgabe. Das die Abkürzung KSD nicht für Sicherheitsdienst, sondern vielmehr für einen Servicedienst stehe, zeige sich an der Vielzahl der Aufgaben. Das „Haupteinsatzmittel“ des KSD sei dabei immer erst das Gespräch. So versuchen die KSD Mitarbeiter zunächst, immer erst an die Vernunft der Beteiligten zu appellieren. Erst wenn das wirkungslos bliebe, würde der KSD Platzverweise oder Verwarnungsgelder aussprechen oder auch Personen für die Polizei festhalten. Uwe Neumann betonte hierbei insbesondere die sehr gut funktionierende Zusammenarbeit mit der Polizei und den Streetworkern. Gemeinsame Streifengänge und Aktionen würden hierzu regelmäßig geplant und durchgeführt.

Einen Knackpunkt sah jedoch das Vorstandsmitglied der CDU Neuss, Stefan Crefeld, in dem mangelnden Bekanntheitsgrad des KSD. „Gespräche mit den Bürgern in Neuss hätten gezeigt, dass die Leistungen des KSD nicht nachhaltig nach außen kommuniziert wurden. Die Wahrnehmung des KSD bei den Menschen in der Stadt sei im Jubiläumsjahr nach zehn Jahren einfach zu gering“. Nach Ansicht des AK sollte daher die gute Arbeit des KSD regelmäßig und deutlicher den Bürgern in Neuss mitgeteilt werden. Crefeld folgerte daraus, dass hierdurch auch das subjektive Sicherheitsgefühl gestärkt werde. „Die Neusser sollten wesentlich deutlicher vermittelt bekommen, dass es da noch einen weiteren „Freund und Helfer“ in Neuss gebe, an dem man sich im Problemfall wenden könnte“. Schließlich würde sich der KSD auch selber als die Augen der Verwaltung sehen.

Im Weiteren diskutierten die Anwesenden auch noch über die Einführung eines öffentlichen Bußgeldkataloges in Neuss. Nach Ansicht von Karl Heinz Schnitzler würde eine konsequente Umsetzung der Bußgelder dann auch zu einem deutlich sauberen Stadtbild führen.