Neusser Schulpolitiker der CDU trafen sich zum „Berliner Gespräch“

v.l.n.r.: Stephanie Wellens, Andreas Hamacher, Anne Holt
v.l.n.r.: Stephanie Wellens, Andreas Hamacher, Anne Holt

Die Schulausschussvorsitzende, Stephanie Wellens, sowie die schulpolitischen Sprecher von Fraktion und Partei, Anne Holt und Andreas Hamacher, tauschten sich am Rande einer Veranstaltung in Berlin über aktuelle schulpolitische Themen sowie über die schulpolitische Positionierung der Union aus.

Mit tiefem Bedauern haben die drei CDU-Vertreter dabei das Berliner Abstimmungsergebnis in Sachen Religionsunterricht an Schulen zur Kenntnis genommen. „Leider haben die Berliner Bürgerinnen und Bürger die Chance nicht genutzt, sich für eine freie Wahl zwischen Religions- und Ethikunterricht als regulärem Schulfach zu entscheiden“, so Wellens, Holt und Hamacher.

Allerdings hänge das Abstimmungsergebnis auch mit der spezifischen Situation in Berlin zusammen. Ein besonders hoher Anteil der Einwohner Berlins – vor allen Dingen in den östlichen Bezirken der Stadt – fühle sich keiner Religionsgemeinschaft verbunden. „Bei uns im Rheinland und speziell in Neuss spielt Religion und auch der konfessionelle Religionsunterricht hingegen glücklicherweise eine wichtige Rolle. Daher bekennen wir uns klar zum konfessionellen Religionsunterricht an den Schulen in unserer Stadt und in ganz NRW.“

Vor einigen Wochen hatte die Neusser Union unter der Leitung von Parteichef Dr. Jörg Geerlings und Andreas Hamacher eine C-Veranstaltung zur „Zukunft des Religionsunterrichtes“ durchgeführt. Auf der auch von zahlreichen Gästen aus der Bürgerschaft und der Neusser Geistlichkeit gut besuchten Veranstaltung hatte sich die Union klar zum Religionsunterricht bekannt. „Für uns als CDU steht außer Frage, dass der Religionsunterricht an Schulen seinen festen Platz hat. Denn nur derjenige, der die Inhalte seines eigenen Glaubens kennt, kann Toleranz und Offenheit gegenüber anderen religiösen Überzeugungen üben.“ Insofern komme dem schulischen Religionsunterricht auch eine entscheidende Integrationsfunktion zu und verschaffe jungen Menschen die Chance, vorurteilsfrei in den Dialog mit anderen religiösen Ansichten zu treten.

Im Ergebnis sehen Wellens, Holt und Hamacher die Schulpolitik in Neuss und in NRW auf einem sehr guten Weg. „Mit rund 80 Millionen Euro, die wir in der laufenden Ratsperiode allein in die Gebäudesubstanz unserer Schulen investiert haben, hat die Union in Neuss deutliche Akzente in Sachen Schul- und Bildungspolitik gesetzt.“ Dabei sei der CDU bewusst, dass auch künftig große Aufgaben zu bewältigen sind. „Wir werden den erfolgreichen Kurs in der Schulpolitik für Neuss konsequent fortsetzen“, erklären die drei Schulpolitiker im Nachgang zu ihrem Berliner Gespräch abschließend.